Vitamin D Überdosierung – viel hilft viel oder mögliche Lebensgefahr? 

Vitamin D Überdosierung – viel hilft viel oder mögliche Lebensgefahr? 

Eine mögliche Vitamin D Überdosierung wird gerade in letzter Zeit ebenso heiß diskutiert wie mögliche Mangelerscheinungen durch eine Unterversorgung. Dabei ist eine erhebliche Überversorgung nicht weniger gesundheitsschädlich, sondern kann in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen. Hierauf weist das Robert Koch-Institut ausdrücklich hin.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und kann im Fett- und Muskelgewebe gespeichert werden. Daher ist eine Vitamin D Überdosierung bis hin zu Vergiftungserscheinungen möglich – insbesondere, wenn der Vitamin D Tagesbedarf aus mehreren Quellen gleichzeitig gedeckt werden soll.

Wofür benötigt der Körper den Vitamin D Tagesbedarf?

Vitamin D ist in erster Hinsicht am Knochenstoffwechsel beteiligt. Durch Vitamin D wird die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm gefördert. Zudem kommt dem so genannten Sonnenvitamin eine Schlüsselrolle beim Einbau dieser Mineralien in den Knochen zu.
Außerdem ist es an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt, sowie bei der Bildung von Proteinen.
Geforscht wird zurzeit noch an Zusammenhängen zwischen dem Vitamin D-Status und chronischen Krankheiten wie:
– Bluthochdruck
– Diabetes mellitus Typ 2

aber auch
– Krebserkrankungen und
– Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems

Da ein direkter Zusammenhang bisher noch nicht bewiesen werden konnte, ist die Wirksamkeit von Vitamin D zur Vorbeugung gegen diese Krankheiten ebenso nicht erwiesen.

Vitamin D wichtig für Körper und Geist

Wie wird der Vitamin D Blutwert bestimmt?

Die Bestimmung des Vitamin D Status erfolgt durch die Messung von 25(OH)D (25-Hydroxyvitamin-D), im Blutserum. 25(OH)D – ein Vorläufer des aktiven Vitamin D – gilt als Standardmarker. Als Messeinheiten sind Nanomol (nmol/l) oder Nanogramm (ng/ml) üblich. Dabei entsprechen 2,5 nmol/l 1,0 ng/ml.

Wo liegen die Grenzwerte für Vitamin D Mangel oder Überdosierung?

Wie so häufig in der Wissenschaft gehen die Meinungen zu diesem Thema auseinander. Das Robert Koch-Institut zum Beispiel bezieht sich auf die Referenzwerte des IOM (Institu
te of Medicine) in den USA. Diese Werte werden international verwendet.

Den Richtwerten zufolge ist eine ausreichende Vitamin D Dosierung ab einer Konzentration von
30 bis 50 ng/ml gegeben. Ein Wert über 50 ng/ml kann sich bereits negativ auf die Gesundheit auswirken. Die hier zu erwartenden Symptome beschränken sich jedoch auf vermehrtes Wasserlassen oder innerer Unruhe. Gefährlich wird ein D3-Blutwert erst ab 100 ng/ml.

Auf der anderen Seite ist ein Wert unter 20 ng/ml bereits bedenklich für die Knochengesundheit. Bei unter 12 ng/ml ist die Versorgung mangelhaft. Dies kann bei Säuglingen und Kindern zu Rachitis – also zu schwerwiegenden Wachstumsstörungen führen. Bei Erwachsenen hingegen kann ein Vitamin D Mangel zu Osteoporose und anderen Schädigungen durch die Knochenentkalkung führen. Die vollständige Tabelle und weitere wertvolle Informationen und Hinweise des Robert Koch-Instituts findest Du hier.

Vitamin D Mangel Werte

Wie teuer ist die Untersuchung und wann zahlt die Krankenkasse?

Obwohl in Deutschland aufgrund der geografischen Lage in den Wintermonaten auf natürliche Weise kaum ausreichend Vitamin D aufgenommen werden kann, zahlen die Krankenkassen einen Vitamin D Test nur im Ausnahmefall. Und zwar nur, wenn von ärztlicher Seite ein Verdacht auf Vitamin D Mangel besteht.

Wie üblich im Deutschen Gesundheitswesen liegt es im Ermessen der Ärzte und leider entscheidet hier immer häufiger das Budget.
Wenn Du Dir sicher sein möchtest, kannst Du über folgenden Vitamin D Bluttest deinen Wert selbst bestimmen. Hier habe ich für Dich einen Selbsttest bewertet. Die Kosten liegen bei unter 30 Euro.

Vitamin D Selbsttest Kosten

Wie wird dem Körper Vitamin D auf natürliche Weise zugeführt?

Hier gibt es zwei sich ergänzende Wege:

Eigensynthese durch UV-B-Strahlung (Sonnenlicht)

90% des benötigten Vitamin D bildet der Körper mithilfe des Sonnenlichts selbst in der Haut. Das funktioniert nur im Freien und bei direkter Sonneneinstrahlung auf die ungeschützte Haut. Cremes mit Sonnenschutzfaktor verhindern die Eigensynthese. Dabei ist laut dem Bundesamt für Strahlenschutz bereits ausreichend,

– wenn Gesicht, Hände und Arme zwei bis dreimal pro Woche für jeweils 12 Minuten der direkten Sonne ausgesetzt sind.

Weitere Informationen findest Du hier.

Bitte beachte aber: In Mitteleuropa ist die Intensität der Sonne nur in den Sommermonaten, April bis September von 11:00 bis 15:00 Uhr stark genug. 

Wie genau läuft die Eigenproduktion ab?

Mithilfe der UV-B-Strahlung und der Wärme des Sonnenlichts wird in der oberen Hautschicht (Epidermis) eine Form Cholesterol in Vitamin D3 umgewandelt.

Dabei verhindert ein Schutzmechanismus eine Vitamin D3 Überdosierung: Bei längerer Sonnenexposition wird das produzierte Vitamin D3 in inaktive Fotoprodukte zersetzt.

Ist eine Vitamin D Überdosierung durch längeres Sonnenbaden allein möglich?

Über einen körpereigenen Schutzmechanismus wird eine Vitamin D Überdosierung verhindert. Wenn die Haut längere Zeit der Sonne ausgesetzt ist, wird das vorher produzierte Vitamin D3 wieder zersetzt, verliert seine Wirkung und kann nicht gespeichert werden.

Vitamin D Sonneneinstrahlung

Über die natürliche Nahrung

Vitamin D-haltige Lebensmittel für die restlichen 10% sind vor allem fette Fischarten. Nicht zu toppen: Lebertran. Aber auch Austern, Eier, Käse und bestimmte Pilze sind eine gute Wahl.

Ist eine Vitamin D Überdosierung allein über die Nahrung möglich?

Definitiv: Nein. Wohl aber durch einen hohen Konsum an angereicherten Lebensmitteln.

Vitamin D Aufnahme über Nahrung

Wann ist eine weitere Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Wenn Du über einen längeren Zeitraum nicht die Gelegenheit hast, Sonnenlicht zu tanken, fehlt Dir aller Voraussicht nach ein Großteil des Vitamin D Tagesbedarfs. Wieviel das genau ist und welche Dosierung für Dich die richtige ist, lässt sich nur über den aktuellen Vitamin D-Status bestimmen. Je nach Alter und Allgemeinzustand wird dann die optimale Dosierung ermittelt und nach einiger Zeit überprüft.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Aufstockung über Supplemente – also Nahrungsergänzungsmittel – wenn der Vitamin D Status sich weder über die Eigensynthese noch über Nahrungsmittel verbessern lässt.

Was spricht gegen die prophylaktische Einnahme von Vitamin-D-Präparaten?

Über die Medien wird suggeriert, dass in deutschen Breiten in den Wintermonaten ein Vitamin D-Mangel quasi unvermeidlich sei. Tatsächlich sicher ist jedoch nur, dass in den Monaten November bis Februar die UV B-Strahlung für die Eigensynthese nicht ausreichend ist. Die erforderliche Wellenlänge von 290 bis 315 nm wird ganzjährig nur in Gebieten unterhalb des 35. Breitengrads erreicht. Deutschland erstreckt sich zwischen dem 47. und dem 55. Breitengrad. Da Du aber Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe speichern kannst, ist eine pauschale Prognose für die dunkle Jahreszeit nicht möglich.
Werden hoch dosierte Präparate über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann es sogar zu einer Vergiftung (Intoxikation) mit Vitamin D kommen. Diese musst Du jedoch erst ab extremen Dosierungen von mehr als 50.000 IE täglich befürchten.

Auf welche Weise kann zu viel Vitamin D dem Körper schaden?

Streng genommen führt ein zu hoher D3-Wert zu einem erhöhten Calciumspiegel (Hyperkalzämie), ausgelöst durch eine langfristige, extrem überhöhte Einnahme von Vitamin D, der für verschiedene Krankheitsbilder verantwortlich ist.

Dabei sind die Symptome einer Vitamin D Überdosierung unspezifisch wie:

– Appetitlosigkeit
– Übelkeit
– Erbrechen
– Gesteigerter Durst
– Vermehrter Harndrang
– Verstopfung

Dies führt dazu, dass die Ursache womöglich nicht oder zu spät erkannt wird. Nicht jeder sucht bei Magen- und Darmbeschwerden sofort den Arzt auf. Häufig wird auf Hausmittel zurückgegriffen oder erst einmal ein bewährtes Mittel aus der Apotheke besorgt. Das Vitamin D Präparat wird unterdessen weiter fleißig eingenommen und der Kalziumspiegel steigt an.

Im weiteren Verlauf verschlimmern sich die Symptome und es können weitere hinzukommen:

– Polyurie (krankhafte Vermehrung der Harnmenge)
– Nierensteine
– Austrocknung
Müdigkeit
– Antriebslosigkeit
– Muskelschwäche
– Bluthochdruck

Wird die Ursache nicht erkannt und die extreme Vitamin D Dosierung beibehalten, kann es zu lebensbedrohlichen Krankheitsbildern kommen:

– Herzrhythmusstörungen
– Nierenschädigung bis hin zum Nierenversagen
– Bewusstseinsstörung bis hin zum Koma

Gesundheitliche Schäden durch zu viel Vitamin D

Zusammenfassung zur Vitamin D Versorgung

Ein ausgeglichener Vitamin-D-Haushalt ist wichtig für die Knochengesundheit und das Allgemeinbefinden. Das Immunsystem, Haut, Haare, die Konzentrationsfähigkeit und nicht zuletzt die Psyche werden bei einem Vitamin-D-Mangel in Mitleidenschaft gezogen.

Warum ist es sinnvoll, den eigenen Vitamin D-Blutwert regelmäßig kontrollieren zu lassen?

Wenn ein Vitamin D-Mangel vorliegt, muss dieser so schnell wie möglich wieder ausgeglichen werden. Wenn Du den Ausgangswert jedoch gar nicht kennst und nur auf den bloßen Verdacht hin zu hochdosierten Präparaten greifst, besteht die Gefahr einer Vitamin D Überdosierung. Nur nach einer Blutuntersuchung kannst Du die optimale Dosierung und die Dauer der Behandlung bestimmen.

Wenn Du mit Hilfe des Cerascreen D3 Bluttests deinen Wert bestimmst, erhältst Du neben deinem Blutwert auch wichtige Empfehlungen, wie Du einen Mangel schnellstmöglich beheben kannst. Diese Auswertung sollte die Grundlage für die Dosierung deines D3-Präparates sein. Damit musst Du auch keine unerwünschten Nebenwirkungen befürchten.

Vitamin D Blutwert bestimmen

Fazit

Es ist unumstritten, dass ein Vitamin D Blutwert von etwa 50 ng/mol für unseren Körper einen großen Beitrag zum Erhalt unserer Gesundheit leisten kann. Auf der anderen Seite kann es zu negativen Folgeerscheinungen durch eine Überdosierung kommen. Das liegt daran, dass Vitamin D fettlöslich ist und vom Körper gespeichert wird. Damit Du von den Vorzügen eines optimalen Vitamin D Blutwertes profitieren kannst, empfehlen wir Dir vorab deinen aktuellen Wert zu testen. Mit dem Cerascreen Vitamin D Bluttest kannst Du das ohne großen Aufwand von zu Hause aus erledigen.

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