Vitamin D mit Fluorid für Babys Kinder - Eine umstrittene Kombination?

Vitamin D mit Fluorid für Babys Kinder – Eine umstrittene Kombination?

Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln versprechen Eltern beim Erwerb von Vitamin D mit Fluorid Präparaten die optimale Versorgung dieser Bausteine. Gerade die ausreichende Versorgung von D3 ist bei Babys sehr wichtig. Ein Mangel kann zu Rachitis führen und schwerwiegende Folgen für Babys haben. Darüber hinaus befürchten Eltern häufig auch eine mangelhafte Versorgung von Fluorid. Dieses wird zur Kariesprohylaxe eingesetzt und hat damit einen wesentlichen Einfluss auf die Zahngesundheit unserer Kinder.

In diesem Beitrag erfährst Du, weshalb die Gabe von Vitamin D mit Fluorid Präparaten umstritten ist. Wir zeigen dir, worin Ärzte Gefahren sehen und wie sich mögliche Nebenwirkungen äußern können. Außerdem vergleichen wir die auf dem Markt erhältlichen Produkte.

Vitamin D und Fluorid – wichtig für die Gesundheit von Babys

Über Vitamin D für Babys haben wir in diesem Beitrag bereits berichtet. Kinderärzte sind sich einig: Babys müssen mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln ausreichend mit D3 versorgt werden. Da wir unseren Tagesbedarf hauptsächlich mit der Hilfe von direkter Sonnenstrahlung im Körper selbst produzieren, haben Säuglinge aus zwei Gründen keine Chance, ausreichend D3 zu sich zu nehmen:

  1. Die körpereigene D3 Produktion funktioniert bei Säuglingen nicht gleichermaßen gut wie beim erwachsenen Menschen
  2. Babys dürfen nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden

Wirkung von Fluorid auf unseren Körper

Im Gegensatz zu Vitamin D sind sich Ärzte und Wissenschaftler bei der Versorgung von Babys mit Fluorid nicht einig. Wohl aber, über die Wirkung des Salzes im Körper. NDR beschreibt die Wirkung folgendermaßen:

Zähne bestehen aus Zahnschmelz sowie aus Dentin und Zahnzement. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Er besteht hauptsächlich aus Kalzium und Phosphat. Die Zähne sind von einem Biofilm (Plaque) umgeben. Er enthält zahlreiche Mikroorganismen. Diese Bakterien, insbesondere sogenannte Lactobazillen und Streptokokkenarten, spalten die Kohlenhydrate aus der Nahrung in Säuren auf. Diese Säuren schaden dem Zahn, weil sie Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihn damit aufweichen. Fluorid wirkt dem entgegen. Es verbessert die Remineralisierung der Zähne, indem es hilft, die Mineralien wieder ins Zahngitter einzubauen. Es härtet die Zähne und macht sie resistenter gegen Säuren. Der Zahnschmelz bekommt dadurch wieder eine intakte Oberfläche. Zudem hemmt Fluorid das Bakterienwachstum.

Zusammenfassend hat Fluorid eine dreifach positive Wirkung auf unsere Zahngesundheit:

  • Verbesserung der Remineralisierung der Zähne
  • Härtung der Zähne
  • Fluorid hemmt Bakterienwachstum

Positive Wirkung Fluorid

Wieviel Fluorid benötigen wir?

Unser Tagesbedarf Fluorid steigt mit zunehmendem Alter.

Alter

Tagesbedarf (mg/Tag)

Babys (0-4 Monate)

0,25

Babys (4-12 Monate)

0,50

Kleinkinder (1-4 Jahre)

0,70

Kinder (5-10 Jahre)

1,1

Kinder (10-15 Jahre)

2,0

Jugendliche (15-19 Jahre)

3,2

Erwachsende (über 19 Jahre)

3,8

Natürliche Aufnahme von Fluorid

Damit wir genügend Fluorid in unseren Zähnen speichern können, müssen wir auf eine ausreichende Versorgung achten. Abgesehen von Nahrungsergänzung in Form von Tabletten oder Zahnpasta können gerade erwachsene Menschen genügend Fluorid auf natürliche Weise aufnehmen.

Fluorid ist hauptsächlich im Trinkwasser enthalten:

  • Leitungswasser (Gehalt unterscheidet sich je nach Region. In den USA wird das Trinkwasser künstlich mit Fluorid angereichert, das passiert in Deutschland nicht!)
  • Mineralwasser (Gehalt unterscheidet sich je nach Hersteller und reicht von 0,7 bis 3,8 mg/Tag)

Auch Lebensmittel enthalten Fluorid:

  • fluoridiertes Speisesalz (Empfohlen nach BgVV: Enthält 0,25 mg je g Salz)
  • schwarzer und grüner Tee
  • Vollkornprodukte
  • Seefische

Natürliche Aufnahme Fluorid

Fluorid und Nahrungsergänzungsmittel

Fluorid Präparate gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Verbreitung finden vor allem Zahnpasta und Tabletten. Gerade für Babys und Kleinkinder sind Zahnpasta praktisch, da diese oft mit süßem Geschmack verkauft werden und somit für die Kleinen auch ein positives Geschmackserlebnis bieten.

Wie bereits beschrieben ist auch eine Nahrungsergänzung von Vitamin D für Babys äußerst wichtig. Dementsprechend bieten Hersteller auch Kombipräparate Vitamin D mit Fluorid an. Damit kann eine ausreichende Versorgung mit Fluorid und Vitamin D sichergestellt werden. Gerade bei Fluorid wird die Nahrungsergänzung jedoch oft von Müttern als kritisch erachtet. Ein Missverständnis könnte die Ursache dafür sein.

Fluorid in Form von Nahrungsergänzung

Fluorid für Babys und Kinder in der Kritik: Ein Missverständnis

Grundsätzlich lässt sich eine steigende Zahngesundheit von Babys und Kindern feststellen. Dies liegt zum einen an den hervorragenden Hygienebedingungen, die sich in Europa verbreitet haben. Aber auch die ausreichende Versorgung unserer Zähne mit allen wichtigen Bausteinen, darunter Fluorid, tragen einen wichtigen Teil dazu bei.

Doch gerade die Nahrungsergänzung von Fluorid wird oft auf Grund einer angeblich hochgiftigen Wirkung auf die Nerven unserer Babys scharf kritisiert. Ein Missverständnis könnte die Ursache dafür sein. Mütter oder Hebammen verwechseln gerne Fluorid mit dem tatsächlichen hochgiftigem Fluor.

Hier beispielsweise die Warnung einer Hebamme, welche Fluor Tabletten für Babys aufs Schärfste kritisiert. Dabei verwechselt sie Fluor mit Fluorid. Kein Arzt oder Apotheker würde Müttern die Gabe von Fluor-Tabletten empfehlen.

Nebenwirkungen einer Fluorid Überdosis

Doch auch Fluorid ist in zu großen Mengen schädlich für Babys. Wie so oft: Die Dosis macht das giftig. Um also keine Nebenwirkungen befürchten zu müssen, solltest Du darauf achten, dass dein Baby nicht mehr als die angegebene Maximaldosis zu sich nimmt. Diese Nebenwirkungen treten aber nur bei extrem überhöhter Dosis auf (z. B. Einnahme einer ganzen Zahnpasta-Tube). Demnach ist eine Vergiftung sehr selten.

Die folgenden Nebenwirkungen einer Fluorid-Überdosierung sind bekannt:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hyperaktivität
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit

Du siehst also, auch wenn diese Nebenwirkungen für ein Baby äußerst unangenehmen sind: Fluorid ist nicht gefährlich für Babys oder Kinder.

Fluorid Überdosis Nebenwirkung

Fluorid für Babys: Empfehlung Ja oder Nein?

Wegen der genannten gesundheitsfördernden Wirkung von Fluorid auf unsere Zähne, sollten wir in jedem Lebensalter auf eine ausreichende Zufuhr achten. Wie Vitamin D sollte auch Fluorid Babys in Form von Nahrungsergänzung verabreicht werden.

Eine sinnvolle Faustregel lautet dabei, Babys mit den ersten Zähnen mit Fluorid zu versorgen. Dies ist meist zwischen dem vierten und sechsten Monat der Fall. Wir empfehlen allen Eltern, Babys und Kinder mit Fluorid in Form von Nahrungsergänzung zu versorgen. Die Kombination zwischen Vitamin D und Fluorid fördert die Gesundheit von Babys.

Fluorid wirkt nicht alleine: Andere wichtige Faktoren

Alleine durch die Gabe von Fluorid in Form von Nahrungsergänzungsmittel kann jedoch die Zahngesundheit deines Babys nicht sichergestellt werden. Auch weitere Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Dazu gehören die folgenden, beiden Faktoren:

Ausgewogene Ernährung

Keine zuckerhaltigen Lebensmittel

Keine Weißmehlprodukte

Tägliche Zahnreinigung

Ab dem 3. Lebensjahr 2x täglich

Vitamin D mit Fluorid: Produkte im Überblick

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Vitamin D mit Fluorid Babys zu verabreichen. Eltern müssen sich zunächst die Frage stellen, ob die Gabe getrennt voneinander oder in Form von Kombipräparaten verabreicht werden sollen.

Große Verbreitung haben diese beiden Varianten gefunden: Zahnpasta mit Fluorid angereicht oder Vitamin D Tabletten mit Fluorid.

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Mit beiden Varianten kannst Du eine ausreichende Zufuhr von Fluorid sicherstellen. Wenn Du dich für die Zahnpasta entscheidest, wirkt das Fluorid lokal und kann direkt am Zahl die schützende Wirkung entfalten. Deshalb empfehlen wir auch Eltern, eine Zahnpaste mit Fluorid zu erwerben. Ärzte sprechen der lokalen Anwendung eine höhere Wirksamkeit zu.

Empfehlung: Vitamin D mit Fluorid, achte auf eine ausreichende Zufuhr

Zusammenfassend empfehlen wir allen Eltern auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und Fluorid bei Babys und Kindern zu achten. Natürlich sollten Überdosierungen vermieden werden. Auch wenn Kombipräparate auf den ersten Blick eine ausreichende Zufuhr von beiden Wirkstoffen sicherstellen, empfehlen wir D3 und Fluorid getrennt von einander zu verabreichen. Wie Babys am besten mit Vitamin D versorgt werden, kannst Du hier nachlesen.

Fluorid kannst Du deinem Baby am einfachsten in Form von Zahnpasta verabreichen. Die Zahnpasta sorgt für maximale Wirkungsentfaltung und das Beste daran: Deinem Kind wird der meist süße Geschmack gefallen.

 

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