Vitamin D Mangel beheben - 3 Möglichkeiten gibt es!

Vitamin D Mangel beheben – 3 Möglichkeiten gibt es!

Für unsere Gesundheit ist es äußerst wichtig, dass wir einen Vitamin D Mangel beheben. Ein Mangel ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland sind suboptimal oder mangelhaft versorgt. Aber wieso ist das eigentlich so und was hat es für Folgen für die Gesundheit? Wie kannst Du feststellen, ob auch Du betroffen bist? Und wie lässt sich ein Vitamin D Mangel beheben? Diese Fragen beantworten wir Dir in diesem Artikel.

Ursachen eines Vitamin D Mangels

Unter dem Begriff Vitamin D werden die sogenannten Calciferole zusammengefasst. Diese stellen fettlösliche Vitamine dar und lassen sich in Vitamin D1 bis D5 aufteilen. Sie sind in unserem Körper vor allem für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung. Unter anderem unterstützen sie den Einbau von Phosphat und Kalzium in die Knochen und Zähne. Aber wie kommt es nun zu einer mangehalften Vitamin D Versorgung? Um dies zu verstehen, musst Du zunächst lernen, wie Vitamin D in deinen Körper gelangt.
Wir Menschen können Vitamin D im Gegensatz zu anderen Vitaminen durch körpereigene Synthese bilden. Deswegen ist es auch eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon.

Etwa 90 % des Vitamin D im Körper stammen aus diesem Prozess, der stattfindet, wenn wir uns direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. UV-B Strahlung bestimmter Wellenlänge (290 bis 315 nm) muss dazu auf die nackte Haut treffen. Der Körper bildet dann Vitamin D3, welches in seine aktive Form umgewandelt wird. Es reicht nicht aus, sich durch ein Fenster zu sonnen, da das UV-B kein Glas durchdringen kann. Auch Sonnencreme oder Kleidung stellen eine Barriere für die UV-B Strahlung dar.

Ursache Vitamin D Mangel

 

Zu wenig Sonne, zu weit im Norden

In Deutschland existiert das Problem, dass die meisten Menschen zu wenig körpereigenes Vitamin D bilden. Dies liegt vor allem daran, dass die notwendige UV-B Strahlung nicht die ganze Zeit zur Verfügung steht.

Generell gilt, dass die Dauer und Intensität der Strahlung vom Äquator zu den Polen hin abnehmen. Deshalb leiden vor allem in Mittel- und Nordeuropa sowie in den USA und Kanada Menschen unter Vitamin D Mangel. In unserer Breitenlage kommt die benötigte UV-B Strahlung zum Beispiel nur von Frühling bis Herbst vor. Und auch in dieser Zeit hängt die Menge an Vitamin D3, die durch die Sonne gebildet werden kann, vom Wetter ab: Ist der Himmel wolkenbedeckt, kommen keine Sonnenstrahlen durch.

Faktoren wie die Luftverschmutzung, der Ozongehalt und die Höhenlage haben ebenso einen Einfluss auf die ankommende UV-B Strahlung. Um eine ausreichende Vitamin D Versorgung ganzjährig zu gewährleisten, müsstest Du dich in Breitengrade unter 35 Grad (also zum Beispiel nach Marokko) begeben.

Einfluss Vitamin D Sonne Jahreszeit Uhrzeit

Leute verbringen meiste Zeit des Tages drinnen

Zur begrenzten Verfügbarkeit der richtigen Sonnenstrahlung kommt noch der veränderte Lebensstil der letzten Jahre dazu. Die Leute verbringen weniger Zeit im Freien und halten sich stattdessen den größten Teil des Tages in geschlossenen Räumen auf. Viele arbeiten in Büros und benutzen auf der Hin- und Rückfahrt das Auto. Zum Sport machen oder generell zur Bewegung werden Fitnessstudios genutzt. Wir tanken also zu wenig Sonne.
Weitere Einflussfaktoren auf die Synthese im Körper sind das Gewicht, das Alter und die Hautfarbe einer Person. Mit dem Alter und dem Gewicht steigt der Bedarf an Vitamin D, besonders ältere Menschen verbringen aber eher noch weniger Zeit draußen. Gerade bei Bewohnern von Altenheimen oder stationierten Patienten ist der Vitamin D Spiegel besonders niedrig. Bei dunklen Hauttypen lässt die Haut weniger UV-Strahlen durch, da diese höher pigmentiert ist. Dementsprechend stellen ältere, übergewichtige und dunkelhäutige Menschen die größte Risikogruppe eines Vitamin D Mangels dar. Auch sind sogar noch mehr Menschen im mittleren Osten betroffen als bei uns, da dort oft aus religiösen Gründen der ganze Körper durch Kleidung verdeckt ist.

Falsche Ernährung trägt zu Problem bei

Die restlichen 10% der Vitamin D Versorgung stammen aus der Ernährung. So ist der Anteil recht gering, aber die richtige Nahrung stellt dennoch eine wichtige Ergänzung zur Bildung durch die Sonne dar. Die Lebensmittel, die am meisten Vitamin D enthalten, sind fetthaltige tierische Erzeugnisse, wie Fisch, Innereien und Eier. Diese Produkte werden in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eher selten verzehrt. Vegetarier und vor allem Veganer haben hier Probleme, da kaum Calciferole in Gemüse enthalten sind und sie die tierischen Produkte nicht essen. Im Hinblick auf die Vitamin D Versorgung ernähren wir uns also falsch. Auch hier sind ältere Bevölkerungsgruppen wieder stärker betroffen, da sie normalerweise weniger essen als jüngere Menschen. Sie können ihren Bedarf also auch über die Nahrung nicht decken.

Krankheiten als Ursprung

Abgesehen von falschen Verhaltensweisen kann eine mangelhafte Vitamin D Versorgung auch krankheitsbedingt sein. Ein Beispiel dafür ist die Malabsorption, bei der die im verdauten Speisebrei enthaltenen Substrate nur mangelhaft vom Körper aufgenommen werden. Betroffene dieser Krankheit könnten also sehr viel Fisch essen und würden trotzdem kaum mehr Vitamin D im Körper haben als vorher. Patienten einiger chronischer Magen-Darm-Erkrankungen leiden beispielsweise unter dieser Störung. Weiterhin können chronische Nieren- oder Lebererkrankungen zu einer unzureichenden Versorgung führen.
Zusätzlich begünstigt die Einnahme bestimmter Medikamente eine erhöhte Verstoffwechselung der Calciferole. Dazu gehören beispielsweise Antiepileptika und Zytostatika. Patienten, die diese Medikamente einnehmen, brauchen also größere Mengen des Vitamins als der Durchschnitt, um einen gesunden Spiegel im Blut aufrechtzuerhalten.

Symptome und Folgen eines Vitamin D Mangels

Du hast dich bestimmt mittlerweile gefragt, ob Du nicht auch betroffen bist. Man spricht von einem tatsächlichen Mangel, wenn über einen längeren Zeitraum zu wenig Vitamin D im Körper ist und relevante Symptome festzustellen sind. Was ist damit gemeint? Die typischen Symptome sind eher unspezifisch, weshalb sie oft nicht mit Vitamin D in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören unter anderem Müdigkeit, schlechte Stimmung, Kopf- und Rückenschmerzen. Vitamin D ist am Knochenstoffwechsel beteiligt, sodass starke Schäden am Skelett entstehen können, wenn dem Körper nicht genug zugeführt wird.
Bei Kindern kann dies zu Störungen im Knochenwachstum führen. Das äußert sich zum Beispiel, wenn ein Kind spät anfängt zu laufen oder für längere Zeiten bevorzugt, sitzenzubleiben. Bei einer mangelhaften Versorgung gehört zu den möglichen Folgen die Krankheit Rachitis, bei der sich Teile des Skeletts bleibend verformen. Das deutlichste Symptom sind hier gekrümmte Beine. Außerdem lassen sich bei Betroffenen eine verminderte Muskelkraft und eine gesteigerte Infektanfälligkeit feststellen. Deshalb ist es vor allem bei Kindern wichtig, rechtzeitig zu agieren. Viele Kinderärzte verabreichen bis zum ersten Lebensjahr Vitamin D Präparate. Doch egal ob Kind oder Erwachsener, den Vitamin D Mangel zu beheben ist äußerst wichtig für unsere Gesundheit.

 

Osteomalazie und Osteoporose sollten verhindert werden

Bei Erwachsenen treten ähnliche Symptome auf. Knochenschmerzen, Kraftminderung beziehungsweise Muskelschwäche sowie dauerhafte Erschöpfung können auf ein Vitamin D Defizit hinweisen. Es kann zur Krankheit Osteomalazie kommen, bei der die Knochenmatrix zu wenig mineralisiert ist und sich tragende Knochen verformen. Außerdem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Osteoporose, die vor allem bei älteren Menschen auftritt. Bei dieser Krankheit weisen die Knochen eine geringere Bruchfestigkeit auf und verheilen langsamer nach einer Fraktur. Andersherum wirkt eine ausreichende Versorgung vorbeugend für diese Krankheit.
Neben ihrer wichtigen Rolle für die Knochengesundheit haben die Calciferole auch Funktionen in weiteren Stoffwechselvorgängen. Sie sind unter anderem am Zellwachstum beteiligt, helfen bei der Bildung von Proteinen und der Entwicklung des Nervensystems. Zuletzt wurden Beobachtungsstudien durchgeführt, die auf eventuelle Zusammenhänge mit Diabetes, Bluthochdruck und einigen Krebsarten hinweisen. Eine kausale Beziehung konnte noch nicht bewiesen werden.

Vitamin D Mangel feststellen

Da Du dich nicht unbedingt darauf verlassen kannst, ein eventuelles Defizit über die auftretenden Symptome festzustellen, bist Du auf eine verlässlichere Überprüfung angewiesen. Die beste Lösung ist ein Vitamin D Bluttest.
Dazu wird im Blutserum 25-Hydroxyvitamin-D (25-OH-D), eine Form von Vitamin D3, gemessen. Das Ergebnis wird in Nanomol pro Liter oder Nanogramm pro Milliliter angegeben und mit internationalen Referenzwerten verglichen.
Du kannst so einen Test bei deinem Hausarzt durchführen lassen oder dir einen nach Hause bestellen. Beides gilt meistens als Privatleistung und wird dann vom Patienten selbst übernommen. Eine Variante ist der Bluttest von Cerascreen. Dieser kostet 29 Euro und wird dir per Post zugeschickt. Du musst dir 3 Tropfen Blut entnehmen und diese auf einer Trockenblutkarte wieder an Cerascreen zurückschicken. So brauchst Du dir nicht mehrere Milliliter Blut abnehmen lassen. Nach wenigen Tagen bekommst Du dein Testergebnis. Dieses enthält Angaben zu deinem Vitamin D Spiegel und Stoffwechsel sowie Empfehlungen zu einer geeigneten Therapie. Dort findest Du auch die Information, wie lange Du Supplemente in welcher Höhe einnehmen solltest und wie schnell Besserung zu erwarten ist. Den Cerascreen Bluttest kannst Du über folgenden Link bestellen:


 

Beurteilung der 25-OH-D Serumwerte

Bei der Interpretation von den Ergebnissen eines Bluttests solltest Du berücksichtigen, dass der Vitamin D Wert saisonal schwankt. Misst Du zum Beispiel im Sommer, fällt das Ergebnis vergleichsweise besser aus. Dies kann dennoch bedeuten, dass Du im Winter zu wenig im Blut hast. Andersherum bedeuten niedrige Werte nicht unbedingt einen langfristigen Mangel mit Auftreten von klinischen Symptomen. Es empfiehlt sich daher, mehrere Bluttests über das Jahr verteilt durchzuführen.
Die Referenzwerte, die zur Beurteilung der Daten herangezogen werden, können sich unterscheiden. Jeder Mensch hat letztendlich auch einen individuellen Bedarf an Vitamin D, sodass eine Verallgemeinerung schwer zu treffen ist. Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Werte des Institute of Medicine (IOM) aus den USA. Hier geht man ab Werten unter 12 ng/ml von einer mangelhaften Versorgung und einem gesteigerten Risiko für Krankheiten wie Osteomalazie und Rachitis aus. Enthält dein Blut 12 bis 20 ng/ml 25-OH-D, hast Du eine suboptimale Versorgung und eventuell negative Auswirkungen auf die Knochengesundheit. Bei 20 bis 30 ng/ml wird hier von einer ausreichenden Versorgung gesprochen. 30 bis 50 ng/ml sind wohl ebenfalls ausreichend, bringen aber nicht mehr Vorteile als die niedrigere Stufe. Ab 50 ng/ml wird schon von einer möglichen Überversorgung ausgegangen. Die amerikanische Ratgeber-Website für Ärzte Medscape setzt die Werte eines Mangels und einer unzureichenden Versorgung bei < 20 ng/ml beziehungsweise < 29 ng/ml an. Mittlerweile gibt es allerdings auch Ärzte und Therapeuten, die 40 bis 60 ng/ml oder sogar 80 ng/ml als gesunden Spiegel bezeichnen. Beachte unbedingt bei der Betrachtung von Referenzwerten die Einheiten, denn hier benutzen manche Labore unterschiedliche Angaben.

Unsere Empfehlung richtet sich auf Grund der persönlichen Erfahrung mit einem Vitamin D Spiegel > 50 ng/ml nach den Werten von Medscape. Wir empfehlen einen Blutwert mit > 50 ng /ml, um einen Vitamin D Mangel zu beheben.

Vitamin D Mangel beheben: 3 Möglichkeiten

Wenn Du einen Vitamin D Mangel festgestellt hast, musst Du diesen beheben. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die uns wieder zu den Quellen des Vitamin D im Körper zurückführen. Das meiste kommt vom Sonnenbaden, der Rest durch die Nahrung. Wenn dies nicht reicht, gibt es eine Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die aushelfen können. Bei der oralen Aufnahme ist es wichtig, nicht überzudosieren, denn dies kann zu einer Vergiftung führen. Da unser Körper Vitamin D im Muskel- und Fettgewebe speichern kann, ist eine schleichende Überdosierung ebenfalls möglich.

Vitamin D Mangel beheben #1: Mehr Sonne

Weil die Sonne unsere größte Quelle an Vitamin D3 ist, könntest Du hier anfangen und deine Gewohnheiten anpassen. Theoretisch bedeutet mehr Sonne mehr Vitamin D. Das Praktische an unserem Körper ist, dass er dieses Vitamin speichern kann. Das heißt, dass Du dir im Sommer bereits Reserven für den Winter anlegen kannst. Und keine Sorge, eine Überdosis durch Sonneneinstrahlung ist nicht möglich.
Du solltest täglich zwischen April und September deine Haut ungeschützt direkt der Sonne aussetzen. Das heißt ohne Kleidung und ohne Sonnenschutz, es reichen etwa 20 Minuten. Den größten Effekt erreichst Du zwischen 11 und 15 Uhr. Wichtig ist es aber auch, einen Sonnenbrand zu vermeiden, um das Risiko für Hautkrebs nicht zu erhöhen. Das heißt, dass bei längerer Zeit in der Sonne auf jeden Fall Sonnencreme aufgetragen werden sollte.

Es eignet sich gut ein Spaziergang in der Mittagssonne oder eine kurze Pause auf dem Balkon oder im Garten. Bei Personen mit einem hellen Hauttyp ist eine leichte rosa Färbung der Haut ideal. Für dunklere Typen erhöht sich die benötigte Dauer des Sonnenbadens, abhängig von der Stärke der Pigmentierung. Dies ist eine sehr einfache und kostenlose Art einer Therapie für die Verbesserung deines Vitamin Haushalts. Und mal ehrlich, wem gefällt Sonnenbaden nicht? Besonders, wenn es sogar förderlich für die eigene Gesundheit ist.

Vitamin D Aufnahme 90% über Haut

Vitamin D Mangel beheben #2: Die richtigen Lebensmittel

Durch Anpassung der Essgewohnheiten kann ebenso eine Verbesserung in der Vitamin D Versorgung erzielt werden. Es gibt nicht besonders viele Lebensmittel, die größere Mengen davon enthalten. Deshalb ist es nicht möglich, den Tagesbedarf nur über die Ernährung zu decken und Du solltest es mehr als Ergänzung sehen. Mit Hilfe von Lebensmitteln kannst Du einen Vitamin D Mangel nicht beheben.
Am meisten Vitamin D enthält fetter Seefisch. Einige Beispiele dafür sind Lachs, Makrele und Blaubarsch. Auch Kabeljau, Thunfisch sowie Sardinen und Hering aus der Dose liefern vergleichsweise viel Vitamin D. Besonders viel enthält Lebertran, der aus den Innereien einiger fetter Fischsorten gewonnen wird. Der schmeckt bloß nicht Jedem.
Für diejenigen, die nicht so gerne Fisch essen, sind Speisepilze, Eier und Schweizer Käse weitere Optionen. Auch Butter hat einen erhöhten Gehalt. Generell ist es in Deutschland verboten, Lebensmittel mit Vitamin D anzureichern aufgrund der zuvor beschriebenen Gefahr einer Überdosis. Dazu kann es nämlich über natürliche Nahrungsmittel nicht kommen. Die künstliche Anreicherung hingegen kann durchaus negative Folgen mit sich bringen. Für manche Produkte gibt es allerdings eine Ausnahme. Dazu zählen Orangensaft, Margarine und Kinderquark. Auch viele Multivitaminsäfte enthalten Vitamin D. Hier besteht also die Möglichkeit, den Haushalt etwas aufzubessern.

Vitamin D Milch

Vitamin D Mangel beheben #3: Nahrungsergänzungsmittel

Um einen Vitamin D Mangel zu beheben, kommt man meistens dennoch nicht um eine Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln herum. Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene Produkte auf dem Markt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht die Supplemente dann als sinnvoll an, wenn keine Verbesserung des Vitamin D Spiegels über die körpereigene Synthese oder Nahrungsaufnahme eintritt.
In Deutschland gibt es zwei verschiedene Formen der Calciferole in Nahrungsergänzungsmitteln: Ergocalciferol (Vitamin D2) und Cholecalciferol (Vitamin D3). Vitamin D2 ist pflanzlich und entsteht durch die Bestrahlung von Ergosterol, das in Hefe enthalten ist. Dieses wird weniger gut vom Körper aufgenommen als Vitamin D3. Letzteres stammt normalerweise aus Wollfett und ist dementsprechend tierischen Ursprungs. Es gibt aber auch vegane Varianten, deren Basis bestimmte Flechten sind.

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Verfügbare Formen von Präparaten

Man bekommt Vitamin D2 oder D3 in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen zu kaufen. In ihrer Wirkung unterscheiden sich die verschiedenen Mittel dabei nicht. Es liegt also daran, was der Verbraucher persönlich bevorzugt. Der größte Unterschied zwischen den Präparaten ist die Menge an Wirkstoff, die sie enthalten. Diese wird zumeist in internationalen Einheiten (i. E.) angegeben. Ein Mikrogramm (mcg) Vitamin D entspricht 40 i. E. Zu jedem Nahrungsergänzungsmittel wird auch immer die empfohlene Tagesdosis genannt, die meistens in einem Tropfen beziehungsweise einer Tablette oder einer Kapsel enthalten ist. Manche Mittel sind zur täglichen Einnahme entsprechend der Tagesdosis gedacht, andere beinhalten eine größere Menge und werden beispielsweise nur einmal in der Woche eingenommen.

Dosierung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt an, dass ein durchschnittlicher Mensch etwa 800 i. E. (also 20 mcg) Vitamin D am Tag benötigt, sofern er selbst keines produziert oder über die Nahrung einnimmt. Bei Medscape werden 600 bis 2000 i. E. für die meisten Kinder und Erwachsene als Tagesbedarf genannt.

Da der Körper aber normalerweise schon über die Sonne und Speisen Vitamin D zu sich nimmt, wird die empfohlene Tagesdosis bei einer Supplementation hier folgendermaßen angesetzt: Säuglingen mit 0-12 Monaten können 400 i. E. täglich verabreicht werden. Dies kann sinnvoll sein, da die Muttermilch oft nicht genug des Vitamins enthält und Babys keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Dies sollte aber mit dem Kinderarzt abgesprochen werden.

Kinder und Jugendliche mit 1-18 Jahren sowie Erwachsene bis 70 Jahre können 1.000 i. E. am Tag zu sich nehmen. Ab 70 Jahren steigt der Bedarf. Diese Angaben gelten zum Beispiel für Risikogruppen, die ihren genauen Vitamin D Spiegel noch nicht festgestellt haben oder auch Betroffene einer suboptimalen Versorgung.
Sollte aber tatsächlich in einem Bluttest ein Vitamin D Defizit detektiert worden sein, wird die Tagesdosis kurzzeitig zur Behandlung erhöht. Hier können auch 6000 i.E. oder deutlich mehr notwendig sein. Wie schnell man Besserung erwarten kann, variiert bei jedem Einzelfall. Meistens wird nach 6 bis 8 Wochen ein ausreichender Vitamin D Spiegel erreicht.

Auf lange Zeit umfasst die Erhaltungs-Therapie bei Erwachsenen dann 1500 bis 2000 i. E. am Tag. Bei der richtigen Dosierung können die Experten von Cerascreen helfen. Diese hängt von der Stärke des Defizits und weiteren individuellen Faktoren ab. Es ist anzumerken, dass der Cerascreen Bluttest nicht für Menschen mit schweren Krankheiten gedacht sind. Zum Beispiel sollten Personen, die Herzglykoside einnehmen, nur in Absprache mit einem Arzt zu Supplementen für Vitamin D greifen. Andernfalls könnte in diesem Beispiel die Wirkung der Medikamente verstärkt werden und Herzrhythmusstörungen auftreten.

Nebenwirkungen bei Überdosierung

Besonders, wenn man schon angereicherte Nahrungsmittel zu sich nimmt, ist eine Vergiftung durch eine Überdosierung an Vitamin D möglich. Diese kann akut oder wegen des Körperspeichers schleichend sein. Deswegen ist es wichtig, größere Mengen an Vitamin D2 oder D3 über Supplemente nur anhand einer Analyse des Spiegels im Blutserum und nach Bedarf zu sich zu nehmen. Eine übermäßig hohe Einnahme von Vitamin D führt zu einem Ansteigen des Kalziumspiegels. Einige Nebenwirkungen von einer zu hohen Dosierung sind Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Bauchkrämpfe. In schweren Fällen sind Nierenschäden, Herzrhythmusstörungen und sogar Bewusstlosigkeit möglich. Eine Überdosis kann in schweren Fällen auch tödlich sein. Natürlich sind für diese Art von Nebenwirkungen sehr hohe Mengen an Vitamin D2 oder D3 über lange Zeiträume nötig. Diese Dosen werden bei keiner Therapie ansatzweise erreicht. Dennoch sollte man die Dosierung immer speziell auf sich anpassen, um den Vitamin D Mangel erfolgreich zu beheben.

Abschließende Empfehlung: Behebe deinen Vitamin D Mangel

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vitamin D äußerst wichtig für unsere Gesundheit ist. Es ist essenziell für das Knochenwachstum und weitere Prozesse im Körper. Liegt ein Vitamin D Mangel vor, kann dieser auf Dauer erhebliche gesundheitliche Schäden, Krankheiten wie Osteomalazie und Osteoporose in Erwachsenen oder Rachitis in Kindern, verursachen. Außerdem führt er bei Manchen zu schlechter Stimmung und Schmerzen im Körper.

Es ist also sehr wichtig, einen Vitamin D Mangel frühzeitig zu beheben.

Die meisten Menschen aus mittleren und hohen Breitengraden liegen unter der täglichen empfohlenen Zufuhr und bekommen dies gar nicht mit. Tatsächlich zeigen etwa 60 % der Erwachsenen und 45,6 % der Jugendlichen in Deutschland laut einer Studie des Robert Koch-Instituts eine suboptimale oder mangelhafte Versorgung.

Daher empfiehlt sich nicht nur für Anhänger von Risikogruppen, sondern für alle Einwohner dieser Länder eine Feststellung des Vitamin D Spiegels, am besten in regelmäßigen Abständen. Dies kann zum Beispiel mithilfe des online bestellbaren Cerascreen Bluttest durchgeführt werden. Bei einer suboptimalen oder mangelhaften Versorgung sollte der Vitamin D Blutwert dann über Nahrungsergänzungsmittel auf ein gesundes Niveau eingestellt werden. Auch über zusätzliche Zeit in der Sonne und die richtige Ernährung kann eine Verbesserung erziehlt werden. So kannst Du langfristig, auch im Herbst und Winter, eine ausreichen Vitamin D Versorgung sicherstellen. Sobald Du deinen Vitamin D Mangel behoben hast, wird es Dir dein Köper mit mehr Vitalität und Gesundheit danken.


Weiterführende Links: Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu Vitamin D

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