Januar 11, 2021

10 Tipps, die du vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beachten solltest

Hier erhältst Du 10 Tipps, auf die Du vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel achten solltest. Warum? Aus verschiedensten Gründen. Manche Supplemente wirken nur im Zusammenspiel mit anderen Vitamine oder werden bei einer Überdosis einfach ausgeschieden. Andere können beispielsweise bei falscher Einnahme zu Übelkeit oder Magenkrämpfe führen. Hier meine top 10 Tipps, die Du stets bei der Einnahme von Supplementen beachten solltest.

Nahrungsergänzung ist in Deutschland weit verbreitet

Laut des Statistik-Dienstleisters IQVIA nehmen über 30 % der Deutschen jeden Tag irgendeine Art von Nahrungsergänzung ein. Der Markt wächst jährlich um 6% und hatte im Jahr 2018 ein unglaubliches Volumen von 2,8 Mrd. Euro.

Ein großes Problem mit Nahrungsergänzungsmitteln ist, dass sie oft nicht wirken, wie die Hersteller behaupten. Das liegt zum einen daran, dass diese manchmal gar nicht notwendig sind, oder aber an der falschen Einnahme.

So erging es beispielsweise meiner Freundin bei unserer letzten Fahrt in die niederbayerische Heimat. Zink kann bei der Einnahme auf leeren Magen zu schwerer Übelkeit führen… Weiter wollen wir das hier nicht ausführen!

Wenn Du damit kämpfst, dich durch all die Informationen über Nahrungsergänzungsmittel durchzukämpfen, lies weiter. Dies sind die top 10 Dinge, die Du wissen solltest, bevor Du Nahrungsergänzungsmittel zu dir nimmst!

#1: Was sich hinter den Angaben auf den Präparaten wirklich verbirgt

Bestimmt hast Du selbst bereits einmal die Rückseite eines Nahrungsergänzungsmittels studiert. Dabei stößt man immer auf die gleichen Angaben, da diese vorgeschrieben sind. Die sogenannte Kennzeichnungspflicht dient dem Verbraucherschutz und wird in der Lebensmittelinformations-Verordnung geregelt.

Wir Verbraucher sollen dank der Angaben in der Lage sein, hochwertige von weniger hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln zu unterscheiden. Dafür müssen wir aber natürlich wissen, was die Werte bedeuten.

Ich habe hierfür beispielsweise ein Zink-Nahrungsergänzungsmittel abgebildet.

Nährwertangabe Nahrungsergänzung

Quelle: Eigenes Foto

Verzehrsempfehlung Nahrungsergaenzung

Quelle: Eigenes Foto

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Verzehrempfehlung angegeben in Portionen

Hier stellt sich für uns die folgende Frage: Wer sagt uns, wieviel wir von einem bestimmten Präparat einnehmen sollen? Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln müssen sich dabei auf die in der LMIV (Lebensmittel Informationsverordnung) beziehen. In dieser sind Tagesbedarfe für Vitamine und Mineralstoffe geregelt.

Nährwerte als Angabe der Inhaltsstoffe

Wie bei allen Lebensmitteln, müssen natürlich auch Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln die Inhaltsstoffe angeben. Die Mengen beziehen sich dabei immer auf eine Tablette oder Kapsel. Bei Tropfen werden diese in Abhängigkeit einer bestimmten Anzahl von Tropfen angegeben. Zum Beispiel: 5 Tropfen enthalten 20 mg von XY.

Was ist NRV?

Nutrition Reverence Value bezeichnet den Nährstoffbezugswert.

Dieser wird folgendermaßen definiert:

Die Nährstoffbezugswerte NRV (nutritient reference values) sind rechtlich festgelegte Referenzmengen für die Tageszufuhr von Vitaminen für einen durchschnittlichen Erwachsenen. Auf Basis dieser Werte (100%) errechnet sich der Anteil, der in 100 Gramm eines Lebensmittels enthalten ist (Angabe %).

Gerade mit diesem Bezugswert habe ich bei manchen Vitaminen Probleme.

Wenn Du beispielsweise einen Vitamin D Mangel mit der Hilfe der als NRV angegebenen 20 μg beheben willst, wird dies nicht möglich sein. So empfiehlt Cerascreen nach einem festgestellten Vitamin D Mangel beispielsweise oft Dosen von weit mehr als 200 μg aber dafür nur für einen kurzen Zeitraum. Und diese zeitliche Komponente fehlt meines Erachtens bei dieser Angabe des NRV.

Wichtiger Hinweis

Der Warnhinweis „wichtiger Hinweis“ ist ebenso vorgeschrieben. Hersteller müssen uns Konsumenten dazu sensibilisieren, die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten.

Inhaltsstoffe

Neben den Nährwerten sind noch andere Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. So beispielsweise mikrokristalline Cellulose als Trägerstoff für die Vitamine.

Ursprungsland

Zu guter letzt gibt es noch die Angabe des Ursprungslandes. Gerade im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel ist es mir besonders wichtig, dass die Supplemente in Europa hergestellt werden. Damit verbinde ich nämlich den höchsten Qualitätsstandard.

Warum? Die Antwort führt uns direkt zum nächsten Punkt.

#2: Regulierung qualitative Standards von Nahrungsergänzungsmitteln

Gerade wenn es um die Qualität der Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmittel geht, gibt es starke Unterschiede. Dabei müssen wir zwischen Vitaminen oder Mineralstoffen und anderen Stoffen, wie Aminosäuren beziehungsweise Pflanzen- oder Kräuterextrakte unterscheiden.

Geregelt sind aktuell ausschließlich Vitamine und Mineralstoffe. In der europaweit geltenden Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie werden alle Vitamine und Mineralstoffe beschrieben, welche für den Verkauf freigegeben wurden. Aber auch diejenigen, die NICHT freigegeben wurden, wie beispielsweise Germanium.

Die Verbraucherzentrale warnt übrigens explizit vor Nahrungsergänzungsmitteln aus den USA. Dort sind öfters problematische Überdosierungen enthalten. Noch gravierender aber, vor allem bei Magnesium werden immer wieder unerlaubte Stoffverbindungen wie Mg-Orotat oder Mg-Aspartat gefunden.

Deshalb mein Tipp an dich: Nahrungsergänzung nur mit Ursprungsland innerhalb Europa kaufen!

Vorsicht bei Nahrungsergänzung mit Pflanzen- oder Kräuterextrakten.

Wie beschrieben, befasst sich die Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie nicht mit Pflanzen- oder Kräuterextrakten. Somit ist bei diesen Supplemente erhöhte Vorsicht geboten.

Bitte verstehe mich nicht falsch, ich selbst nehme gerne Nahrungsergänzung wie Ashwagandha, Passionsblume oder Macca. Bei der Auswahl des richtigen Produktes achte ich hier aber besonders auf die richtigen Inhaltsstoffe und Dosierungen.

Die beste Quelle wären hierfür eigentlich Amazon Bewertungen. Leider ist es aber gerade unter Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln mit schlechter und billiger Qualität zum erhöhten Preis gängige Praxis geworden, Fake Bewertungen zu kaufen. Es bleibt uns also nur, die einzelnen Präparate genauer unter die Lupe zu nehmen.

Übrigens, ich teile gerne alle Erfahrungen, die ich mit den verschiedensten Nahrungsergänzungsmitteln mache mit dir via E-Mail. Du erhältst nach Eintragung deiner E-Mail die nächsten 10 Tage täglich eine E-Mail, mit den gängigsten Vitamin Mangel Symptomen, wie Du diese bekämpfen kannst, auf was Du bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln achten musst und vieles mehr!

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#3: Gefahr durch zu viele Vitamine bei fettlöslichen Vitaminen

Der menschliche Körper braucht Vitamine und Mineralien, um so effizient wie möglich zu arbeiten. Vitamine und Mineralstoffe werden aber nur in einer bestimmten Menge benötigt.

Deshalb hören wir alle allzu oft: Bei einer ausgewogenen Ernährung sind sämtliche Nahrungsergänzungsmittel überflüssig. Abgesehen von Vitamin D mag das vielleicht stimmen. Aber was ist eine ausgewogene Ernährung? Und woher weiß ich, ob ich mich wirklich ausgewogen ernähre?

Vitamine können in zwei Gruppen unterteilt werden: wasserlösliche und fettlösliche.

Hohe Überdosierungen können nur bei fettlöslichen Vitaminen gefährlich werden. Wasserlösliche Vitamine werden über den Urin ausgeschieden.

Welche Vitamine fettlöslich sind? Hier eine Eselsbrücke: E-D-(E)-K-A. Also die Vitamine E, D, K und A.

Wenn Du die Vitamine A und E in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen willst, solltest Du dich tägliche Maximaldosierung nicht überschreiten. Beachte aber bitte, dass diese beiden Vitamine sehr gut in Lebensmitteln enthalten sind, was eine Nahrungsergänzung in den allermeisten Fällen wirklich überflüßig macht. (Wenn ich als Vitamin Junkie das behaupte, soll das was bedeuten ;)).

Hier erfährst Du, welche Lebensmittel viel Vitamin A und E enthalten:

Vitamin D und K gehören für mich zu jedem Frühstück. Da ich natürlich auch keinerlei Interesse an Nebenwirkungen habe, teste ich meinen Blutwert ganz einfach selbst regelmäßig.

Der beste auf den Markt erhältliche Bluttest ist von der Firma Cerascreen. Mit deinem Blutwert erhältst Du zusätzlich eine genaue Dosierungsempfehlung. Somit musst Du keinerlei Nebenwirkungen befürchten!

Hier haben wir den Cerascreen Vitamin D Test für dich unter die Lupe genommen.



 

#4: Kenne die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Vitaminen und Medikamenten

Gerade bei der Einnahme von Vitamin D solltest Du auf die ausreichende Zufuhr von Vitamin K und Magnesium achten.

Hier erfährst Du mehr über die Einnahme von Vitamin D, K und Magnesium:

Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln solltest Du auch Medikamente in Betracht ziehen, die Du einnimmst.

Zum Beispiel kann Vitamin K für jeden, der blutverdünnende Medikamente einnimmt, gefährlich sein, da es die Wirksamkeit verringern kann.

Ebenso können Chemotherapie-Behandlungen durch die Vitamine C und E beeinträchtigt werden.

Du nimmst spezielle Medikamente ein? Dann prüfe hier im Laborlexikon alle weiteren Wechselwirkungen zwischen Vitaminen und Medikamente oder Frage natürlich am besten deinen Arzt!

Titelbild Nahrungsergänzung Wechselwirkung Medikamente

#5: Wieso sind manche Präparate apothekenpflichtig und manche frei verkäuflich?

Diese Thematik ist wirklich maximal kompliziert.

Sagen wir es so:

In der Apotheke holen wir uns Präparate die uns gesund machen sollen.

Im Discounter kaufen wir Lebensmittel, die keinerlei Gesundheitsversprechen beinhalten dürfen.

Und Online? Online bestellen wir Supplemente, die genauso gut (oder besser) dosiert sind als apothekenpflichtige Präparate aber als Lebensmittel deklariert werden und deshalb frei verkäuflich sind.

Gerade am Beispiel Vitamin D ist dieses „Trauerspiel“ sehr schön zu beobachten. So gibt es die berühmten Vigantoletten als apothekenpflichtiges Vitamin D Präparat. Diese enthalten 1.000 IE. Ich persönliche müsste von diesen somit am Tag 10 Tabletten zu mir nehmen.

Im Gegensatz dazu gibt es Online Präparate mit genau den gleichen Inhaltsstoffe, frei verkäuflich, weil eben nicht als Medikament, sondern Lebensmittel deklariert.

Warum ich persönlich meine Präparate nicht in der Apotheke kaufe?

  1. Weil ich Online eine viel größere Auswahl habe
  2. Um Geld zu sparen

#6: Der Zeitraum der Einnahme ist entscheidend

Beständigkeit ist hier das Zauberwort.

Wie so oft im Leben macht auch bei Vitaminen und Spurenelementen die Dosis das Gift und die Beständigkeit ist der Weg zum Ziel.

Bei einer Erkältung gleich mal eine Vitamin C Tablette eingeworfen! Wir kennen es alle. Und es ist ja auch richtig, dass Vitamin C unser Immunsystem unterstützt.

Das Problem: Wenn wir bereits krank geworden sind, wurde unser Immunsystem bereits überwunden. Also sollte es in unserem Interesse liegen, langfristig genügend Vitamin C (und alles weitere, was für unser Immunsystem wichtig ist) einzunehmen. Wenn wir mit der Einnahme nach Überstehen der Erkältung wieder aufhören, war das ganze vollkommen sinnlos!

#7: Einige synthetische Vitamine können deinen Stuhlgang beeinträchtigen.

Vitamin C, Vitamin B12 und Folsäure können bei Verstopfung helfen, so Healthline. Aber wenn du diese in Form eines Multivitamins zu dir nimmst, wirst du die positiven Effekte vielleicht nicht sehen.

Das liegt daran, dass andere Vitamine, die in der Nahrungsergänzung enthalten sind, insbesondere Kalzium und Eisen, tatsächlich Verstopfung verursachen können. Verschiedene Arten von synthetischem Kalzium – Karbonat und Phosphat – können mehr oder weniger verstopfend sein, so dass eine dich beeinflussen kann, während die andere es nicht tut.

#8: Vitamine und Mineralstoffe nie auf nüchternen Magen

Wie einleitend bereits erwähnt, wurde meine Freundin kürzlich von selbem Fehler heimgesucht. Morgens in der Eile noch schnell den Zink-Haushalt aufgetankt, nichts böses dabei gedacht und der ganze Tag ist „im Eimer“.

Es ist aus zwei Gründen wirklich wichtig nie zu vergessen Vitamine und Mineralstoffe nicht auf leeren Magen einzunehmen:

  1. Vermeidet unerwünschte Nebenwirkungen wie Magenkrämpfe oder Übelkeit
  2. Wie der Name verrät: Fettlösliche Vitamine benötigen Fett um gelöst zu werden

#9: Die Wahl der richtigen Nahrungsergänzungsmittel

Nach all den Informationen fragst Du dich vielleicht: Welche Präparate soll ich überhaupt einnehmen? Ich habe hierzu eine klare Meinung. Gerade die Vitamine A und E sind meines Erachtens so gut in Lebensmitteln enthalten, dass eine zusätzliche Nahrungsergänzung in den meisten Fällen keinen Sinn machen dürfte.

Ansonsten empfehle ich dir, dass Du dich für die Vitamin-Junkie E-Mail Serie einträgst. Hier erhältst Du 10 Emails innerhalb von 10 Tagen mit den am weitesten verbreiteten Vitamin Mangel Symptomen und was Du dagegen tun kannst!

Auch wenn ich ein Fan von sinnvoller Nahrungsergänzung bin, rate ich dir davon ab, willkürlich irgendwelche Präparate einzuschmeißen. Wenn Dir aber bestimmte Symptome einen Vitamin Mangel andeuten, können einfache Vitamin- oder Mineralstoffpräparate die Lösung für dich sein!

#10: Spezialfall Vitamin D, welches in Wirklichkeit kein Vitamin, sondern viel mehr ein Prohormon ist

Dieser Beitrag soll dich davor sensibilisieren, willkürlich Nahrungsergänzungsmittel zu konsumieren.

Doch gerade bei Vitamin D zeigen einige Studien eine klare Empfehlung, dieses in Form von Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Der Hintergrund dafür ist, dass wir D3 hauptsächlich mit Hilfe der UV-B Strahlung der Sonne aufnehmen können. Somit kann uns in diesem Ausnahmefall eine ausgewogene Ernährung nicht zu einem ausreichenden Vitamin D Blutwert verhelfen.

In diesem Beitrag erfährst Du alles zur Vitamin D Aufnahme. 

 

Dies waren meine 10 Tipps vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für dich. Wenn Du dich für Vitamine, Mineralstoffe und Gesundheitsthemen interessierst, kannst Du dich gerne mit deiner E-Mail eintragen und selbst zum Vitamin Junkie werden!


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