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Schlafstörung natürlich behandeln: Vitamine und Kräuter

Zusammenfassung:

Schlafstörungen sind gerade in Industrieländern sehr weit verbreitet. Die häufigsten Ursachen sind psychische Belastung und Vitaminmangel. Zahlreiche Medikamente sollen bei Schlafstörungen helfen. Häufig machen diese abhängig und haben starke Nebenwirkungen. Kräuter sind eine gute Alternative, wenn Schlafstörungen einen psychisch bedingten Ursprung haben. 

Ein Vitamin B oder D Mangel kann ebenfalls Schlafstörungen zur Folge haben. Es empfiehlt sich ein D3-Test, bevor Präparate gekauft und eingenommen werden. 

Am Ende des Artikels findest Du eine 4-Schritte Anleitung. Mit dieser kannst Du deine Schlafstörung effektiv behandeln. Wichtig ist, dass Du eine organische Ursache ausschließen kannst.

Du schläfst schlecht und fühlst Dich tagsüber müde? Viele Menschen sind von einer Schlafstörung betroffen. Die Ursachen sind vielfältig. Neben verschiedenen harmlosen und simplen Faktoren kann auch eine ernsthafte Erkrankung die Ursache sein. Auch ein Vitaminmangel kann zu schlechtem Schlaf führen. In diesem Beitrag erfährst Du alles was Du über Schlafstörungen wissen musst. Darüber hinaus zeigen wir dir, wie Du mit Hilfe von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln Besserung erhoffen kannst und welche Rolle Vitamine bei Schlafstörungen spielen.

Schlafstörung – Krankheit oder nur ein harmloses Problem?

Du kannst nicht einschlafen, wachst nachts mehrmals auf und fühlst Dich tagsüber immer müde. Gehst Du dann zu Bett, liegst Du lange wach. Es ist einfach zum Verzweifeln. Jeder hat gelegentlich schon erlebt, dass er nicht einschlafen kann oder schlecht schläft. Die Ursache dafür kann eine schwierige Herausforderung wie eine Prüfung, Probleme am Arbeitsplatz oder in der Familie, Geldsorgen oder eine sich ankündigende Erkältung sein. Solche vorübergehenden Schlafstörungen sind völlig normal und kein Grund zur Sorge. Schlimmer wird es, wenn die Schlafstörung chronisch auftritt. Die Lebensqualität wird dadurch stark eingeschränkt. Die Leistungsfähigkeit leidet darunter. Schlafstörungen sind weit verbreitet und schon zu einer Art Volkskrankheit geworden. Viele Menschen mit chronischen Schlafstörungen haben bereits zahlreiche Medikamente ausprobiert, um ihr Problem in den Griff zu bekommen.

Du solltest bei Schlafstörung einen Arzt konsultieren. Er kann feststellen, um welche Art von Schlafstörung es sich handelt und die entsprechende Behandlung vornehmen. Nicht immer ist die Ursache harmlos. Stress und psychische Belastung rufen häufig Schlafstörungen hervor. Auch verschiedene schwerwiegende Erkrankungen können sich auf die Schlafqualität auswirken. Dein Problem kann auch durch einen Vitaminmangel hervorgerufen werden.

Bei Schlafstörung Arzt aufsuchen

Wie sich Schlafstörungen bemerkbar machen

Schlafstörungen können sich auf verschiedene Weise äußern. Experten unterscheiden über 80 verschiedene Schlafstörungen, die sie in acht Hauptgruppen einteilen:

  • Insomnie als häufigste Schlafstörung
  • Schlafbezogene Atmungsstörung
  • Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs, die sich mit übermäßiger Schläfrigkeit am Tage bemerkbar machen, obwohl die Schlafmenge in der Nacht nicht beeinträchtigt ist
  • Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen, beispielsweise durch Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel, die sich mit Insomnie und Tagesschläfrigkeit äußern
  • Parasomnien als episodische Unterbrechungen des Schlafs wie Albträume oder Schlafwandeln
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen wie nächtliches Zähneknirschen oder Restless-Legs-Syndrom
  • Isolierte Symptome und ungelöste Probleme wie Sprechen im Schlaf oder gutartiges Schnarchen
  • Andere Schlafstörungen, die keiner dieser Kategorien zugeordnet werden können

Häufigste Schlafstörung: Insomnie

Zumeist handelt es sich bei der Schlafstörung um die Insomnie. Die Betroffenen können nur schwer einschlafen, wachen nachts mehrmals auf oder werden bereits frühzeitig wach und können dann nicht mehr einschlafen.

Häufig haben die Betroffenen das Gefühl, tagsüber vermehrt müde zu sein. Die Beschwerdekomplexe können einzeln oder gleichzeitig auftreten. Die mangelnde Schlafqualität beeinträchtigt die Stimmung, führt zu Gedächtnisproblemen und zu mangelnder Aufmerksamkeit. Oft klagen die Betroffenen über Kopfschmerzen und Anspannung. Auch die Schlafstörung selbst wird thematisiert, da sich die Betroffenen Sorgen darüber machen, schlecht zu schlafen oder nicht einschlafen zu können. Die Insomnie kann verschiedene Ursachen haben. Häufig fehlen Vitamine bei Schlafstörungen.

Arten von Schlafstörung

Schlafstörung – Ein Problem, viele Ursachen

Die Schlafstörung kann vielfältige Ursachen haben. Für die erfolgreiche Behandlung kommt es darauf an, die Ursache herauszufinden.

Krankheiten, die Schlafstörungen verursachen können

Schlafstörungen können als eigenständige Krankheit auftreten oder das Symptom einer Krankheit sein. Es gibt eine ganze Reihe von Erkrankungen, die zu Schlafstörungen führen können:

Atmungsstörungen

Der Schlaf wird beeinträchtigt, wenn die Sauerstoffaufnahme gestört ist. Solche Atmungsstörungen können durch verengte Atemwege auftreten und sich mit Atemaussetzern im Schlaf bemerkbar machen. Krankheiten, die mit Atmungsstörungen verbunden sind, können eine chronische Bronchitis oder Asthma sein. Das Problem wird durch Übergewicht begünstigt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Herz wird nachts durch Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen belastet. Der Körper schüttet vermehrt Stresshormone aus, die zur Schlafstörung führen.

Überfunktion der Schilddrüse

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse werden übermäßig viele Schilddrüsenhormone produziert. Sie regen den Körper zu stark an.

Fatigue-Syndrom

Das Fatigue-Syndrom ist durch chronische Müdigkeit gekennzeichnet, die auch mit viel Schlaf nicht beseitigt werden kann. Die Betroffenen leiden häufig unter Schlafstörungen. Das Fatigue-Syndrom kann als Begleiterscheinung einer chronischen Erkrankung wie Rheuma oder Krebs auftreten.

Psychische Erkrankungen

Fast immer führen psychische Erkrankungen zur Schlafstörung. Solche Erkrankungen können Depressionen, Schizophrenie, Angststörungen oder posttraumatische Belastungsstörungen sein.

Schmerzen und andere Störungen

Schmerzen rauben den Schlaf. Sie treten bei Verletzungen, aber auch bei verschiedenen Erkrankungen wie Rheumatoider Arthritis, Abnutzungen der Gelenke (Arthrose) oder Migräne auf. Die Schlafstörung kann auch durch Tinnitus oder Sodbrennen verursacht werden.

Vitaminmangel als Ursache von Schlafstörungen

Die Ursache der Schlafstörung kann ein Vitaminmangel sein. Für eine gute Schlafqualität kommt es vor allem auf B-Vitamine an. Aber auch ein Vitamin D Mangel kann Schlafstörungen verursachen.

Vitamin B
  • B1 stärkt das Nervensystem und ist am Stoffwechsel von Neurotransmittern und schlaffördernden Hormonen beteiligt
  • B3 ist Bestandteil des schlaffördernden Stoffwechsels und wirkt depressiven Verstimmungen entgegen
  • B5 ist wichtig für die Produktion von Hormonen und Botenstoffen und steuert die Übertragung von Nervenimpulsen im Gehirn
  • B6 spaltet die Nahrung auf und ist am Fettstoffwechsel beteiligt. Ein Mangel an diesem Vitamin führt zu Störungen des Stoffwechsels der Bauchspeicheldrüse. Rutscht der Blutzuckerspiegel in der Nacht ab, wachst Du auf. Ein Mangel kann zu Muskelzuckungen führen und das Restless-Legs-Syndrom verstärken. Die Schlafstörung wird durch einen Mangel an B6 begünstigt
  • B9 (Folsäure) ist an nahezu allen Stoffwechselprozessen im Organismus beteiligt. Das Vitamin fördert die Darmgesundheit, trägt zur Zellerneuerung bei und steuert die Produktion roter Blutkörperchen. Ein Mangel kann die Nervenimpulse beeinträchtigen und Angst sowie Unruhe hervorrufen. Ein Folsäuremangel kann zu Einschlafstörungen führen und eine Schlafstörung hervorrufen.
Vitamin C

Wichtig für einen gesunden Schlaf ist auch Vitamin C. Es stärkt das Immunsystem und trägt zur Verstoffwechselung der Aminosäure L-Tryptophan in das Schlafhormon Melamin bei. Es kann depressiven Verstimmungen vorbeugen.

Vitamin D

Ein weiteres wichtiges Vitamin für eine gute Schlafqualität ist Vitamin D. Ein Vitamin-D-Mangel verursacht Abgeschlagenheit und ständige Müdigkeit. Die Bildung von Melanin wird durch einen Mangel beeinträchtigt. Fehlt es an Vitamin D, produziert der Körper nicht genügend Calcium. Weiterhin wirkt das Vitamin entzündungshemmend und ist an der Wundheilung beteiligt.

Du siehst also, dass viele Vitamine bei Schlafstörungen helfen können. Wichtig ist daher eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen. Kannst Du nicht genügend Vitamine mit Deiner Ernährung aufnehmen, können Nahrungsergänzungsmittel helfen, um das Defizit auszugleichen. Gerade bei Vitamin D können wir nur 10% unseres Tagesbedarfes mit Hilfe von Lebensmitteln aufnehmen. Die restlichen 90% kann unser Körper mit Hilfe der UV-B Strahlung der Sonne selbst produzieren. Da dies nur in den Sommermonaten von April bis September und nur von 11:00 bis 15:00 Uhr mittags möglich ist, leiden mindestens 60% der Deutschen an einem Mangel.

Hauptursachen von Schlafstörung

Ob ein Vitamin D-Mangel an deinen Schlafstörungen Schuld sein könnte, kannst Du mit Hilfe des Selbsttests von Cerascreen ganz einfach bestimmen:

Hilfe bei Schlafstörungen mit Mineralstoffen

Nicht nur Vitamine, auch Mineralstoffe sind für einen gesunden Schlaf wichtig.

Magnesium wirkt Muskelkrämpfen entgegen, ist wichtig für den Stoffwechsel und stärkt die Nerven. Ein Mangel an Magnesium führt zu Depressionen, Stress, Migräne, Muskelzuckungen und Durchschlafstörungen.

Zink ist wichtig für den Stoffwechsel, fördert die Konzentration und wirkt Verstimmungen sowie Müdigkeit entgegen. Mangelt es an Zink, kann eine Schlafstörung die Folge sein.

Calcium wirkt zusammen mit Magnesium. Kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Calcium und Magnesium, können Schlafstörungen die Folge sein.

Mineralstoffe bei Schlafstörungen

Organische Ursachen von Schlafstörungen

Die Schlafstörung kann organische Ursachen haben. Solche organischen Ursachen können eine Überfunktion der Schilddrüse, Erkrankungen der Lunge und der Atemwege, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenerkrankungen sein.
Nierenerkrankungen führen zu nächtlichem Harndrang. Da Du häufig zur Toilette musst, ist die Schlafstörung vorprogrammiert.

Zu den organischen Ursachen der Schlafstörung gehören auch hormonelle Veränderungen. Sie treten in der Pubertät, in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf. Da Unruhe und depressive Verstimmungen die Folge von Hormonstörungen sein können, beeinträchtigen auch hormonelle Veränderungen Deinen Schlaf.

Warum Du Schlafstörungen bekommst

Eine Schlafstörung kann durch eine Krankheit und durch einen Mangel an Vitaminen verursacht werden. Es gibt jedoch noch andere Faktoren, die zu Schlafstörungen führen können.

Stress, Nervosität und Leistungsdruck stören den Schlaf. Sie führen dazu, dass Du nicht einschlafen kannst oder unter Durchschlafstörungen leidest.

Vor dem Zubettgehen solltest Du auf Alkohol, Nikotin und Kaffee verzichten, da sie zu einer Schlafstörung führen können.

Auch eine falsche Ernährung kann zu Schlafstörungen führen. Schwere, fettreiche Mahlzeiten am Abend hindern am Einschlafen. Auch Diäten mit Hungern stören Deinen Schlaf.

Verschiedene Faktoren lassen sich schnell beseitigen. Du kannst selbst zu einem gesunden Schlaf beitragen, indem Du für eine gute Schlafumgebung sorgst. Das Zimmer sollte nicht zu hell, zu laut oder zu warm sein.
Jetlag oder Schichtarbeit führen zu Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus. Du kannst nachts nicht schlafen und bist am Tage müde.

Schlafstörungen können auch durch verschiedene Medikamente hervorgerufen werden. Medikamente gegen Asthma, Blutdrucksenker, Antidepressiva und Schilddrüsenmedikamente führen mitunter zu einem schlechten Schlaf. Diuretika sind wassertreibend und führen zu nächtlichem Harndrang. Schlafstörungen können die Folge sein.

Schlafstörungen durch Lebensumstände

Warum Du am Tage besser schlafen kannst als in der Nacht

Du wunderst Dich vielleicht, warum Du am Tage besser als in der Nacht schlafen kannst. Für einen gesunden Schlaf ist das Schlafhormon Melatonin verantwortlich. Das Gehirn schüttet dieses Hormon bei Dunkelheit aus. Du wirst müde und schläfst. Ein Mangel an Melatonin kann die Ursache einer Schlafstörung sein. Eine schlechte Schlafumgebung kann die Ausschüttung von Melatonin beeinträchtigen und zur Schlafstörung führen. Damit Melatonin ausgeschüttet werden kann, solltest Du auf Dunkelheit im Raum achten.

Wird nicht genügend Melatonin ausgeschüttet, kommt es zu einer Schlafstörung. Du schläfst in der Nacht schlecht und bist tagsüber müde.

Tagesmüdigkeit ist oft in den Alltagsgewohnheiten bedingt. Bekommst Du tagsüber nur wenig Anregungen und gehst Du einer monotonen Tätigkeit nach, reagiert Dein Körper mit Entspannung. Er wird müde und antriebslos.

Menschen, die am Tage wenig aktiv sind, gleichen das häufig am Abend aus. Sie erledigen aufregende und spannende Dinge am Abend. Bist Du am Tage häufig müde, solltest Du zwischendurch für genügend Bewegung sorgen. Aufenthalt an der frischen Luft kann die Müdigkeit am Tage verdrängen und zu einem gesünderen Schlaf führen.

Unabhängig davon, ob Du unter einer Schlafstörung leidest, bist Du entweder ein Frühaufsteher oder ein Langschläfer. Das ist in den Genen bedingt und kann nicht beeinflusst werden. Frühaufsteher laufen in den Morgenstunden zu Höchstleistungen auf. Langschläfer kommen hingegen erst spät in Gang. In der Arbeitswelt wird keine Rücksicht auf die Bedürfnisse von Langschläfern genommen. Ein Schlafdefizit ist die Folge.

Eine Studie am National Institute for Health and Welfare in Helsinki mit 1.845 Probanden ergab, dass Langschläfer häufiger unter gesundheitlichen Problemen leiden. Sie zeigen schlechtere Essgewohnheiten und haben daher ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu einer Schlafstörung führen können. Damit Langschläfer am Abend genügend Melatonin bilden können, kommt es auf die entsprechende Aktivität am Tage und auf eine gute Schlafhygiene an.

Melatonin und Schlafstörung

Lösungsansätze für Dein Problem: Was Du gegen die Schlafstörung tun kannst

Medikamente, verschiedene Hausmittel, aber auch Vitamine bei Schlafstörungen können helfen.

Solche Medikamente kommen in verschiedenen Formen zum Einsatz:

  • Benzodiazepine mit Wirkstoffen wie Diazepam oder Alprazolam, die angstlösend und schlafanstoßend wirken
  • Antidepressiva mit entspannender Wirkung wie Amitriptylin, Trimipramin oder Doxepin
  • Antihistaminika in niedriger Dosierung mit den Wirkstoffen Doxylamin oder Diphenhydramin
  • Neuroleptika

Darüber hinaus gibt es verschiedene Schlaftabletten mit unterschiedlicher Wirkung. Die Einnahme von Medikamenten sollte aufgrund der Nebenwirkungen kein Dauerzustand bei einer Schlafstörung sein.

Möchtest Du auf die sanfte Tour gegen Deine Schlafstörung angehen, kannst Du es mit Hausmitteln versuchen.

Baldriantropfen sind gut verträglich und ein beliebtes Hausmittel. Sie wirken beruhigend und können einen guten Schlaf fördern. Alternativ dazu kannst Du auch Baldriantee trinken.

Hausmittel können aber auch verschiedene Lebensmittel sein, beispielsweise warme Milch mit Honig.
Weintrauben vor dem Zubettgehen können die Melaninproduktion fördern und zu einem besseren Schlaf führen.
Bananen und Nüsse sind reich an Vitamin B und unterstützen das Einschlafen.
Echte Vanille kann die Nerven entspannen und einen Beitrag zu einem gesunden Schlaf leisten. Als Hausmittel eignet sich ein Getränk aus Mandelmilch mit Vanille.
Als Hausmittel für einen besseren Schlaf kannst Du auch ein Kräuterkissen mit einer Kräutermischung verwenden. Geeignete Kräuter sind Hopfen, Dillsamen, Lavendel, Melisse und Majoran. Die Duftstoffe in den Kräutern wirken sich auf das Riechzentrum und das limbische System im Gehirn aus und können das Einschlafen unterstützen.

Wichtig sind auch Vitamine bei Schlafstörungen. Die Vitamine B6 und D sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt und können der Schlafstörung entgegenwirken. Vitamin B6 ist in verschiedenen Lebensmitteln enthalten, während Vitamin D nur in wenigen Lebensmitteln vorkommt. Die Bildung von Vitamin D wird durch Sonnenlicht unterstützt. Es gibt jedoch Nahrungsergänzungsmittel, die dieses wichtige Vitamin enthalten.

Medikamente bei Schlafstörungen

Deine Schlafstörung kannst Du mit Medikamenten behandeln. Solche Schlafmittel solltest Du nur dann anwenden, wenn andere Mittel gegen Deine Schlafstörung nicht helfen. Verschiedene Schlafmittel sind nur niedrig dosiert und daher rezeptfrei erhältlich. Andere Medikamente verfügen über eine stärkere Wirkstoffkonzentration und sind daher rezeptpflichtig. Gut verträglich sind pflanzliche Medikamente mit Hopfen und Baldrian, die rezeptfrei verkäuflich sind.

Synthetische Präparate werden als Hypnotika bezeichnet. Solche Hypnotika sind die Benzodiazepine. Sie sind verschreibungspflichtig und nur bei einem kurzfristigen Einsatz geeignet. Bei längerer Anwendung können sie zu Gewöhnung und Abhängigkeit führen. Zusätzlich können sie Tagesmüdigkeit begünstigen.

Ein Medikament gegen die Schlafstörung ist retadiertes Melanin. Dieses Schlafmittel ist rezeptpflichtig und wird nur Menschen verordnet, die bereits das 55. Lebensjahr vollendet haben. Es ist nur für die kurzzeitige Anwendung geeignet. Eine Anwendung ist nur dann möglich, wenn die Schlafstörung nicht durch psychische, körperliche oder äußere Umstände hervorgerufen wird.

Tryptophan ist eine Vorstufe von Melatonin und als Medikament erhältlich. Du solltest es auf nüchternen Magen zwei Stunden nach dem Abendessen oder eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Es greift in den Serotonin-Stoffwechsel ein und sollte nicht mit anderen Medikamenten kombiniert werden. Tryptophan ist eine Aminosäure. Nach mehreren Wochen Einnahme solltest Du eine Pause einlegen.

Doch gerade bei Schlafstörungen wirken Kräuter oft ebenso gut wie chemische Medikamente mit starken Nebenwirkungen.

Medikamente bei Schlafstörung

Kräuter für einen besseren Schlaf

Leidest Du unter einer Schlafstörung, kannst Du auf die sanfte Tour dagegen vorgehen. Kräuter sind natürlich und können einen gesunden Schlaf fördern. Es gibt gleich eine ganze Reihe solcher Kräuter:

Baldrian

Baldrian ist das vielleicht bekannteste Kraut, das gegen eine Schlafstörung gewachsen ist. Er wirkt beruhigend, ohne zu betäuben. Ein Tee aus Baldrianwurzel kann bei einer Schlafstörung helfen, die durch Nervosität oder innere Unruhe hervorgerufen wird. Du kannst mehrere Tassen Baldriantee über den Tag verteilt trinken, um Deine Schlafstörung zu behandeln. Baldriantee kannst Du auch bei chronischen Schlafstörungen anwenden. Magst Du diesen bitteren Geschmack nicht, kannst Du alternativ Kapseln oder Tabletten mit Baldrian anwenden.

Hopfen

Hopfen kann die beruhigende Wirkung von Baldrian verstärken. Bei der Lagerung der Hopfenzapfen bildet sich ein beruhigender Wirkstoff. Hopfen kannst Du für ein Schlafkissen verwenden. Du kannst auch einen Tee als Mischung aus Hopfen und Baldrian bereiten und am Abend trinken.

Johanniskraut

Johanniskraut wird als pflanzliches Antidepressivum genutzt. Da Depressionen zu einer Schlafstörung führen können, kann Tee aus Johanniskraut einen gesunden Schlaf fördern. Johanniskraut wird auch als Kapseln oder Dragees angeboten. Nimmst Du die Anti-Baby-Pille, Asthma-Medikamente, Blutverdünner oder Blutdrucksenker ein, kann Johanniskraut die Wirkung beeinträchtigen.

Kamille

Kamille hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Sie kann bei Schlafstörung helfen und senkt das Stresslevel. Die beruhigende Wirkung entsteht durch Apigenin und Flavonoide. Damit Kamille tatsächlich beruhigend wirkt, solltest Du den Tee-Aufguss nicht länger als drei Minuten ziehen lassen.

Lavendel

Lavendel hat eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Du kannst ihn für ein Kräuterkissen, aber auch als Tee bei Schlafstörung anwenden. Vor dem Zubettgehen solltest Du zwei Tassen Lavendelblütentee trinken. Lavendel ist krampflösend und kann auch gegen Angststörungen wirken.

Passionsblume

Die Passionsblume kann zur Behandlung von nervösen Herzbeschwerden, nervöser Unruhe und Einschlafstörungen verwendet werden. Sie wirkt krampflösend, beruhigend und stärkt das Herz. Passionsblume ist zumeist Bestandteil von Teemischungen mit anderen beruhigenden Kräutern wie Lavendel oder Baldrian.

Melisse

Melisse ist aus der Klosterheilkunde bekannt. Zur Behandlung der Schlafstörung können Melissenblätter und Melissenöl angewendet werden. Die Wirkstoffe der Melisse fördern auch die Verdauung. Um gegen Deine Schlafstörung vorzugehen, solltest Du tagsüber mehrere Tassen Tee aus Melissenblättern trinken.

Kräuter Schlafstörung

Die Vitamine B und D für einen besseren Schlaf

Die wichtigsten Vitamine bei Schlafstörungen sind B und D. B-Vitamine machen einen ganzen Komplex aus. Die meisten dieser Vitamine wirken sich positiv auf den Schlaf aus. Die wichtigsten B-Vitamine für eine gute Schlafqualität sind Vitamin B1, Vitamin B3, Vitamin B5, Vitamin B6 und Folsäure, auch Vitamin B9 genannt. Diese Vitamine sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Sie unterstützen die Verdauung und den Stoffwechsel. Sie spielen auch eine wichtige Rolle beim schlaffördernden Stoffwechsel und unterstützen die Produktion wichtiger Botenstoffe.

Ein wichtiger Zusammenhang besteht zwischen einem gesunden Schlaf und Vitamin D. Ein Mangel kann zu einer Schlafstörung führen. Eine Studie aus dem Journal „Nutritional Neuroscience“ informiert über Schlafstörungen und deren Ursachen. Passend dazu veröffentlichte die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) in einem Gesundheitsreport von 2016, dass 80 Prozent der Berufstätigen in Deutschland unter Schlafstörungen leiden. In einer Studie mit 89 Teilnehmern entdeckten Forscher der Ahvaz Jundishapur Universität in Ahvaz, Iran, dass ein Vitamin-D-Mangel der Auslöser für eine Schlafstörung sein kann.

Die Studie zeigte, dass die Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel den Schlaf auf dreifache Weise positiv beeinflussen kann. Die Studienteilnehmer nahmen acht Wochen lang regelmäßig Vitamin-D-Tabletten ein.

Die folgenden positiven Effekte hat Vitamin D bei Schlafstörungen:

  • schnelleres Einschlafen
  • verbesserte Schlafqualität
  • längere Schlafdauer

Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe erhielt Vitamin D, während die andere Hälfte nur ein Placebo erhielt. Bei den Teilnehmern, die Vitamin D einnahmen, wurden positive Ergebnisse bei der Behandlung der Schlafstörung erzielt.

Vitamine B und D bei Schlafstörung

Unsere Empfehlung bei Schlafstörung: Teste deinen Vitamin D-Blutwert und gib Kräutern eine Chance

Zusammenfassend wollen wir dir eine Empfehlung bei Schlafstörung geben. Zunächst solltest Du organische Ursachen ausschließen können. Sobald Du eine organische Ursache ausschließen kannst, solltest Du deinen Vitamin D-Blutwert testen. Ein D3-Mangel kann die Ursache für deine Schlafstörung sein.

Schritt 1: Kräutermischung für sofort besseren Schlaf

Mit Hilfe der in diesem Beitrag beschriebenen Kräuter kannst Du dir direkt eine Besserung bei deinen Schlafstörungen erhoffen. Wir empfehlen, dass Du eine Kräutermischung in Form eines Tees täglich vor dem Schlafengehen zu Dir nimmst. Damit kannst Du zwar nicht Ursache der Schlafstörungen beheben (wie beispielsweise einem Vitaminmangel), aber gerade bei psychisch bedingten Schlafstörungen, können Kräuter eine tolle Hilfe sein.

Diese Teemischung beispielsweise kostet auf Amazon weniger als 10 EUR und beinhaltet wertvolle Kräuter zum gut Schlafen:

Bitte beachte, dass Du den Tee regelmäßig einnehmen solltest, damit dieser die gewünschte, schlaffördernde Wirkung entfalten kann.

Schritt 2: D3-Mangel ausschließen

60% der Deutschen leiden nach Angaben des RKI an einem D3-Mangel. Du auch? Finde es heraus, am einfachsten mit dem Selbsttest der Firma Cerascreen. Dieser ist sehr einfach und kostengünstig von zu Hause aus durchführbar. Alternativ kannst Du diesen auch beim Arzt durchführen lassen. Jedoch werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen. Das besondere am Selbsttest von Cerascreen: 3 Bluttropfen reichen aus und das Ergebnis erhältst Du nach wenigen Werktagen. Besonders wertvoll ist dabei eine Anleitung, wie Du einen potentiellen D3-Mangel beheben kannst. Hier geht es zum Test:

Wenn dein D3-Test einen Mangel aufzeigt, kannst Du diesen mit der Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln beheben. Wir empfehlen dir unseren Vitamin D-Präparate Testsieger.

Schritt 3: Achte auf eine ausreichende Vitamin B-Zufuhr

Neben Vitamin D solltest Du auch Vitamin B nicht vernachlässigen. Eine ausreichende Zufuhr ist für einen gesunden Schlaf essenziell. Im Gegensatz zu D3 kannst Du Vitamin B nicht überdosieren. Ein Test ist demnach nicht notwendig. Wir empfehlen, dass Du mit Hilfe eines Vitamin B Präparates auf eine ausreichende Zufuhr achtest. Diese kannst Du auf Amazon oder in der Apotheke erwerben.

Schritt 4: Bekämpfe die psychischen Ursache der Schlafstörung

Wenn Du Schritt 1-3 ausgeführt hast und noch weiter an Schlafstörungen leidest, solltest Du an der in der Regel psychischen Ursache der Schlafstörung arbeiten. Dafür gibt es spezielle Audioprogramme, welche gezielt an diesem Punkt ansetzen.

Das Sleep Bundle von Energetic-Eternity hat sich auf das Auflösen der psychischen Ursachen von Schlafstörungen spezialisiert.

Das Produkt ist kostengünstig und verspricht folgendes:

  1. du schläfst ohne Probleme ein und fühlst dich erholter
  2. Vermeidung von Alpträumen
  3. du kannst abends schneller einschlafen
  4. die Fähigkeit luzid zu träumen
  5. auch mit wenig Schlaf, mehr Energie
  6. Auflösung von Schlafstörungen
  7. vollständige Regeneration im Schlaf

Auf der Website des Herstellers bekommst Du direkt Zugriff auf die Audio-Dateien. Somit kannst Du direkt von einer verbesserten Schlafqualität profitieren.

Bitte beachte: Das Programm richtet sich an Menschen, welche auf Grund von psychischen Ursachen an Schlafstörungen leiden!

Weiterführende Lektüreempfehlung vom Schlafexperten Fabian Dittrich:

Buch Schlafstörung

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