Januar 3, 2021

Karotten sind gesund, aber ein aktives Enzym entfaltet den vollen Nutzen

Karotten sind eine gute Quelle für Beta-Carotin, das eine Vorstufe von Vitamin A ist. Aber um den vollen gesundheitlichen Nutzen dieses Superfoods zu erhalten, benötigen wir ein aktives Enzym, um dieses Vitamin zu produzieren.

Das ist Beta-Carotin

Beta-Carotin ist die bioaktive Verbindung, die Karotten ihre orange Farbe verleiht. Studien mit Menschen und Mäusen zeigen, dass die Umwandlung von Beta-Carotin in Vitamin A das „schlechte“ Cholesterin im Blut reduziert. So kann Beta-Carotin helfen, vor der Entwicklung von Atherosklerose zu schützen, die zur Ansammlung von Fetten und Cholesterin in unseren Arterien führt. Atherosklerose Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Haupttodesursache weltweit, sagt Jaume Amengual, Assistenzprofessor für personalisierte Ernährung im Department of Food Science and Human Nutrition an der University of Illinois.

2 Studien über die Auswirkung von Beta-Carotin auf unsere Gesundheit

Amengual und seine Kollegen führten zwei Studien durch, um die Auswirkungen von Beta-Carotin auf die kardiovaskuläre Gesundheit besser zu verstehen. Sie bestätigten seine Bedeutung, identifizierten aber einen kritischen Schritt in diesem Prozess.

Beta-Carotin wird mit Hilfe eines Enzyms namens Beta-Carotin-Oxygenase 1 (BCO1) in Vitamin A umgewandelt. Eine genetische Variation bestimmt, ob Du eine mehr oder weniger aktive Version von BCO1 hast. Menschen mit einem weniger aktiven Enzym könnten andere Quellen für Vitamin A in ihrer Ernährung benötigen, sagt Amengual.

Studie #1: Korrelation zwischen der BCO1 Aktivität und dem schlechten Cholesterinspiegel

Die erste Studie, die im Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, analysierte Blut- und DNA-Proben von 767 gesunden jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Wie erwartet fanden die Forscher eine Korrelation zwischen der BCO1-Aktivität und dem schlechten Cholesterinspiegel.

„Menschen, die eine genetische Variante hatten, die das Enzym BCO1 aktiver macht, hatten weniger Cholesterin im Blut. Das war unsere erste Beobachtung“, bemerkt Amengual.

Um diese Ergebnisse weiter zu verfolgen, führten Amengual und seine Kollegen eine zweite Studie mit Mäusen durch, die im Journal of Lipid Research veröffentlicht wurde.

„In der Studie am Menschen sahen wir, dass der Cholesterinspiegel bei Menschen, die nicht viel Vitamin A produzieren, höher war. Um zu wissen, ob diese Beobachtung langfristig einen Effekt hat, müssten wir 70 Jahre warten, um zu sehen, ob sie kardiovaskuläre Erkrankungen entwickeln. Im wirklichen Leben ist das nicht machbar. Deshalb verwenden wir für bestimmte Studien Tiere, damit wir den Prozess beschleunigen können“, erklärt er.

„Die wichtigsten Ergebnisse der Mäusestudie reproduzieren, was wir beim Menschen gefunden haben. Wir haben gesehen, dass, wenn wir den Mäusen Beta-Carotin geben, sie einen niedrigeren Cholesterinspiegel haben. Diese Mäuse entwickeln kleinere Atherosklerose-Läsionen, oder Plaques, in ihren Arterien. Das bedeutet, dass Mäuse, die mit Beta-Carotin gefüttert werden, besser vor Atherosklerose geschützt sind als solche, die mit einer Diät ohne diese bioaktive Verbindung gefüttert werden“, so Amengual.

Studie #2: Biochemische Wege dieser Prozesse

In der zweiten Studie untersuchten die Forscher auch die biochemischen Wege dieser Prozesse und ermittelten, wo im Körper der Effekt auftritt.

E-Mail für deine Gesundheit!

Erhalte wöchentliche Updates zu den Themen Vitamine und Gesundheit.

100% Gratis Informationen.

0% Werbung. 0% Spam.

Du kannst Dich jederzeit wieder mit Hilfe eines Links in der Mail austragen.

„Wir grenzen es auf die Leber als das Organ ein, das für die Produktion und Abgabe von Lipoproteinen an den Blutkreislauf zuständig ist, einschließlich jener Lipoproteine, die als schlechtes Cholesterin bekannt sind. Wir haben beobachtet, dass bei Mäusen mit hohen Vitamin-A-Spiegeln die Sekretion von Lipiden in den Blutkreislauf verlangsamt wird“, so Amengual.

Zu verstehen, wie das BCO1-Enzym mit dem Cholesterin zusammenhängt, hat wichtige Implikationen. Normalerweise werden hohe Beta-Carotin-Werte im Blut mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Es könnte aber auch ein Zeichen für ein weniger aktives BCO1-Enzym sein, das das Beta-Carotin, das wir essen, nicht in Vitamin A umwandelt.

Bis zu 50 % der Bevölkerung haben die weniger aktive Variante des Enzyms, stellt Amengual fest. Das bedeutet, dass ihr Körper langsamer bei der Produktion von Vitamin A aus einer pflanzlichen Quelle ist, und sie könnten diesen Nährstoff direkt aus einer tierischen Quelle wie Milch oder Käse erhalten müssen.

 

Quellen:

University of Illinois College of Agricultural, Consumer and Environmental Sciences

 


Das könnte dich auch interessieren:

Vitaminmangel durch starkes Schwitzen

Diese Nährstoffe fehlen in Fast Food

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Trete der Vitamin Junkie Community bei. Erhalte kostenlos, regelmäßige Infos rund um die Themen Nahrungsergänzung, Gesundheit und Fitness!

>