Januar 27, 2021

Jod im Überblick

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Hier erfährst du alles, was du über Jod wissen musst.

Jod ist ein Mineral, das wir über die Nahrung aufnehmen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Schilddrüse richtig funktioniert.

Schilddrüsenhormone spielen eine wichtige Rolle in einer Vielzahl von Körperfunktionen, einschließlich des Stoffwechsels, der Knochengesundheit, des Immunsystem und der Entwicklung des zentralen Nervensystems (ZNS).

Jod hilft bei der Umwandlung des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) in Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese Umwandlung ist wichtig, damit die Schilddrüse richtig funktionieren kann.

Ein Jod-Ungleichgewicht kann zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse führen.

Etwa 70 bis 80 Prozent des Jods befindet sich in der Schilddrüse im Hals. Der Rest befindet sich im Blut, in den Muskeln, in den Eierstöcken und in anderen Teilen des Körpers.

Jodmangel ist in den westlichen Nationen selten, da unser Speisesalz jodiert ist. Dennoch sind schätzungsweise 2 Milliarden Menschen weltweit von Jodmangel bedroht, und etwa 300 Millionen Menschen weltweit leiden an einer Schilddrüsenfehlfunktion.

Die wichtigsten Fakten über Jod im Überblick

Hier sind einige wichtige Punkte über Jod. Mehr Details findest du im Hauptartikel:

  • Jod ist ein wichtiger Nährstoff für die Funktion der Schilddrüse.
  • Zu viel oder zu wenig Jod kann zu Symptomen einer Hyperthyreose oder Hypothyreose führen.
  • Gute Jodquellen sind Seetang und Jodsalz.
  • Jodmangel ist in westlichen Ländern selten, und zusätzliches Jod sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Empfohlene Einnahme und Jod-Quellen

Jod ist gesundheitsfördernd, und ein Jodmangel kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Die empfohlene Zufuhr von Jod ab dem Alter von 14 Jahren beträgt 150 Mikrogramm (mcg) für Männer und Frauen. Während der Schwangerschaft beträgt sie 220 mcg und steigt auf 290 mcg während der Stillzeit.

Die beste Quelle für Jod ist die Nahrung.

Die Menge an Jod im Boden, in dem die Pflanzen angebaut werden, oder in dem ein Tier für die Fleischproduktion gezüchtet wird, beeinflusst die Menge an Jod in der Nahrung. Produkte aus dem Meer sind eine gute Quelle für Jod.

Der Jodgehalt in Lebensmitteln variiert je nachdem, woher sie stammen. In Obst und Gemüse kann er von 10 mcg pro Kilogramm Trockengewicht bis zu 1 Gramm reichen.

Aufgrund dieser Schwankungen ist der Jodgehalt in Lebensmitteln oft nur ein Richtwert.

Hier sind einige gute Quellen für Jod, da das Thema aber so wichtig ist, erhältst Du hier einen umfassenden Überblick über die besten Jos Lebensmittel:

  • Seetang: 1 Gramm (g) ganzer oder geschälter Seetang enthält zwischen 16 und 2.984 mcg Jod
  • Jodsalz: Ein viertel Teelöffel, oder 1,5 g, enthält 71 mcg, oder 47 Prozent des Tageswertes (DV)
  • Gebackener Kabeljau: Ein 85 g Stück enthält 99 mcg, oder 65 Prozent des DV
  • Fettreduzierte Milch: 1 Tasse enthält 56 mcg, oder 37 Prozent des DV
  • Weißes, angereichertes Brot: 2 Scheiben enthalten 45 mcg, oder 30 Prozent der DV
  • Ei: ein großes Ei enthält 24 mcg, oder 16 Prozent des DV
  • Cheddarkäse: 20 g enthält 12 mcg, oder 8 Prozent der DV

Multivitamine enthalten oft Jod in Form von Kaliumjodid oder Natriumjodid. Nahrungsergänzungsmittel, die Seetang enthalten, sind eine gute Quelle für Jod, sollten aber nur mit ärztlicher Erlaubnis eingenommen werden.

Einige Lebensmittel enthalten "Goitrogene". Diese Verbindungen können die Schilddrüse daran hindern, Jod zu absorbieren. Beispiele sind Rüben, Maniok, Soja, Brokkoli, Kohl und anderes Kreuzblütlergemüse. 

Jod Mangelerscheinungen

Jodmangel während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit kann zu Entwicklungsproblemen führen, was aber in Deutschland selten vorkommt.

Eine geringe Jodzufuhr kann zu einer erhöhten Ausschüttung von schilddrüsenstimulierendem Hormon (TSH) führen.

Wenn TSH ansteigt, nimmt die Schilddrüse mehr Jod aus dem Blut auf, um den Bedarf an Jod auszugleichen. Dies kann passieren, wenn der tägliche Jodspiegel unter 100 mcg pro Tag fällt.

Fällt die Jodzufuhr unter 10 bis 20 mcg pro Tag, kann die Schilddrüse nicht mehr genug Jod aufnehmen und es kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen, deren Kennzeichen der Kropf ist, eine sichtbare Schwellung im Halsbereich.

Wenn eine Frau diesen Zustand hat, während sie schwanger ist, kann dies schwerwiegende Auswirkungen auf die geistige, körperliche und neurologische Entwicklung des Fötus haben.

Bei Kindern kann Jodmangel eine schlechte Wahrnehmung verursachen. Bleibt er unbehandelt, kann er zu einer geistigen Behinderung führen.

Kropf wegen Jod

Abbildung einer Frau mit Kropf wegen Jodmangel

Abgesehen vom Kropf kann eine Schilddrüsenunterfunktion folgende Symptome haben:

  • Müdigkeit, Depression und Vergesslichkeit
  • Haarausfall
  • trockene Haut
  • Gewichtszunahme
  • Kälteunverträglichkeit
  • Verstopfung
  • Ein großer Kropf kann zu Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führen.

Weltweit gilt Jodmangel als die am meisten vermeidbare Ursache für Schädigungen oder Entwicklungsverzögerungen des Gehirns.

Mögliche Gesundheitsrisiken

Ein Jodmangel kann zu Schilddrüsenproblemen führen.

Die maximal empfohlene Zufuhr von Jod beträgt 1.100 mcg pro Tag für alle Erwachsenen und 200 bis 300 mcg pro Tag für Kinder bis zum Alter von 8 Jahren.

Jod hat einen komplexen Einfluss auf die Schilddrüse. Sowohl zu viel als auch zu wenig Jod kann zu Kropf und anderen Schilddrüsenproblemen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Einnahme von Jodpräparaten mit einem Arzt zu sprechen.

Übermäßiger Jodkonsum kann zu ähnlichen Symptomen wie Jodmangel führen, einschließlich Schilddrüsenfehlfunktion und Kropf.

Zu viel Jod kann zu Schilddrüsenentzündung und Schilddrüsenpapillenkrebs führen.

Bei sehr hohen Werten kann eine Jodvergiftung verursachen:

  • Brennen in Mund, Rachen und Magen
  • Fieber
  • Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Schwacher Puls
  • Koma

Solche Fälle sind jedoch selten.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Jodpräparate können mit einigen Medikamenten interagieren.

Dazu gehören:

  • Medikamente gegen Hyperthyreose, da zusätzliches Jod zu einer Hypothyreose führen kann
  • Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer, da zusätzliches Kaliumjod das Risiko einer Hyperkaliämie, also eines hohen Kaliumspiegels im Blut, erhöhen kann
  • kaliumsparende Diuretika, da eine Hyperkaliämie durch das zusätzliche Kaliumjodid entstehen kann
  • Warfarin und andere Blutverdünner, da Jod deren Wirksamkeit verringern kann
  • Amiodaron, da die Einnahme von Jodpräparaten mit diesem Medikament zu gefährlich hohen Jodwerten im Körper führen kann

Andere Anwendungen

Andere Anwendungen von Jod sind unter anderem die folgenden:

  • Entzündungen im Mund aufgrund von Chemo- oder Strahlentherapie können von einer Jod-Mundspülung profitieren
  • eine Jodspülung kann helfen, die Symptome einer Vaginitis zu lindern
  • nach einer Bestrahlung kann Kaliumjod die Menge an radioaktivem Jod, die sich in der Schilddrüse anreichert, reduzieren
  • Natriumjodid, oder Jodtinktur, kann zur Reinigung von Wunden verwendet werden

Wenn möglich, ist es am besten, Jod über die Nahrung aufzunehmen, es sei denn, ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal verschreibt Nahrungsergänzungsmittel.

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